Till Lindemann: "Rammstein"-Sänger wird Opfer von Wladimir-Putin-Propaganda"

Till Lindemann von Rammstein

Auf seinem T-Shirt prangt das zwinkernde Konterfei des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Diesen Schluss legt zumindest ein Foto nahe, das derzeit auf russischen Websites kursiert.

Die Aufnahme entstand offenbar im Rahmen eines Konzerts, welches die Musikgruppe am 19. Juni dieses Jahres in Moskau gab.

Russischen Medien zufolge lobte Lindemann dabei überschwänglich Putin.

Dort wird Lindemann auch mit den Worten zitiert: "In Deutschland kann sich nicht einmal Angela Merkel mit solch einer Popularität wie Putin brüsten". "Ich mag ihn, er ist ein harter Leader und keine Marionette - im Gegenteil zu den anderen", zitierte ihn etwa die Webseite "Sputnik". Auch halte er die "politischen Angriffe" auf Russland für ungerecht. Bei dem Foto soll es sich um eine Montage handeln.

Till Lindemann (53) ist sauer, dass er fälschlicherweise mit einem Putin-T-Shirt abgebildet wurde. Offenbar wurde das Motiv des T-Shirts mit einem Bildbearbeitungsprogramm manipuliert. Zudem hält er ein neuverpacktes goldenes iPhone in der Hand, das ebenfalls vom Kopf des russischen Präsidenten ziert. Den Daumen hoch, wurde er mit einem Putin-Shirt und dem goldenen Putin-Handy in der Hand gezeigt. Nach eigenen Angaben stammte das Geschenk von Leuten, die sich als Freunde des russischen Tour-Promoters Ed Radnikov ausgaben. Die Freunde besagten Promoters hätten ihn gefragt, wie er denn Moskau fände.

Da habe der Sänger "den Daumen nach oben gestreckt und gesagt: Moskau ist eine tolle Stadt". Laut Zeitungsbericht habe er Anwälte damit beauftragt, die Löschung der entsprechenden Fotos im Netz zu veranlassen. Und um auch zukünftig Spekulationen vorzubeugen, verkündete der Rockmusiker, dass er als Künstler "grundsätzlich keine politischen Statements" abgebe.

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