Mindestens 84 Tote bei Anschlag mit Lkw in Nizza

Polizeibeamte am Ort des Anschlags an der berühmten Promenade von Nizza

Während der Feier zum französischen Nationalfeiertag in der Nacht auf Freitag raste ein LKW in eine Menschenmenge auf der Promenade des Anglais. Medienberichten zufolge brach Panik aus. Über zwei Kilometer lang dauerte die Todesfahrt des Täters, der sich einen Schusswechsel mit der Polizei geliefert haben soll und schließlich erschossen wurde. Die französischen Behörden haben die Bevölkerung gebeten, ihre Unterkünfte nicht zu verlassen. "Dies können wir zum jetzigen Zeitpunkt weder ausschließen, noch bestätigen".

Präsident Hollande spricht vom "terroristischen Charakter" des Anschlags.

Angaben über Österreicher unter den Opfern gibt es bisher keine. Unter den Toten befinden sich laut dem Innenministerium auch Kinder.

"Wir müssen alles tun, um die Geißel des Terrorismus zu bekämpfen". Am Freitag um 9.00 Uhr soll das Sicherheitskabinett im Elyseepalast zusammenkommen. Anschließend reisten Hollande mit Ministerpräsident Manuel Valls nach Nizza, wo sie kurz nach Mittag eintrafen. "Wir stehen vereint mit den Menschen und der Regierung Frankreichs in ihrem Kampf gegen Gewalt und Terrorismus", sagte Tusk, während sich 31 Staats- und Regierungschefs und andere Vertreter aus Europa und Asien zu ihrem Gipfel versammelten. Ein Mann raste am Donnerstagabend mit einem LKW in eine Menschenmenge auf der Strandpromenade in Nizza. "An der Kreuzung haben Polizisten das Feuer eröffnet, dann hat der Fahrer Gas gegeben und die ersten Menschen überfahren", sagt Gutjahr gegenüber Spiegel Online.

Allerdings war der Fahrer laut dem Nachrichtensender BFMTV nicht politisch radikalisiert. "Experten sagen, ein solches Vorgehen, mit einem LKW durch eine Menschenmenge zu fahren, wurde schon von Daesh, also der Organisation 'Islamischer Staat' angekündigt". Estrosi hatte zuvor außerdem gesagt, in dem 19-Tonner seien "schwere Waffen" gefunden worden. Das Parlament werde darüber in der kommenden Woche entscheiden. Frankreich spricht von einem terroristischen Anschlag. Hollande kündigte eine Verstärkung der französischen Aktivitäten im Irak und in Syrien an. "Ein Angriff auf Frankreich ist deshalb ein Angriff auf die gesamte freie Welt", sagte Bundespräsident Joachim Gauck.

Uhr - Die 13. Etappe der Tour de France startet mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer in Nizza.

US-Präsident Barack Obama erklärte: "Wir stehen in Solidarität und Partnerschaft an der Seite Frankreichs, unseres ältesten Alliierten". Bislang ist bekannt, dass der Mann 1995 in Nizza geboren wurde.

Das Auswärtige Amt in Berlin riet den Menschen in Nizza dringend dazu, den Anweisungen der französischen Sicherheitskräfte Folge zu leisten und sich zur Lageentwicklung über die Medien zu informieren. Noch hat sich keine Terrororganisation zum Anschlag bekannt. Er hatte sich zuvor zur Terrormiliz IS bekannt. Hollande nahm noch am Abend seine Entscheidung zurück, den über Frankreich verhängten Ausnahmezustand am 26. Juli zu beenden. Er war mit einem Messer bewaffnet und trug die Attrappe einer Sprengstoffweste. "Die Identifizierung des Lkw-Fahrers dauert noch an", hieß es aus Polizeikreisen. Im Kampf gegen den Terror stehe Deutschland fest an der Seite Frankreichs.

Der Anschlag von Nizza ist der dritte innerhalb von 18 Monaten, nach der Ermordung von 17 Menschen in der Redaktion der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo in Paris im Jänner 2015 und der Anschlagsserie - ebenfalls mit islamistischem Hintergrund - im November 2015 in Paris, bei dem 130 Menschen getötet wurden.

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