Attacke im Regionalzug: IS bekennt sich zum Axt-Angriff von Würzburg

Minister sieht keine IS-Vernetzung des Axt Angreifers im Zug

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat laut Angaben aus ihr nahestehenden Kreisen die Verantwortung für die Axt-Attacke in einem Regionalzug bei Würzburg übernommen.

Die IS-nahe Agentur Amak hatte wenige Stunden nach dem Angriff gemeldet, der 17-Jährige sei ein Kämpfer der Miliz. Er habe auf Aufrufe reagiert, die Länder der internationalen Koalition anzugreifen, die den IS bekämpfen.

Die Echtheit der Erklärung ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. In früheren Fällen hatten IS-Bekenntnisse Täterwissen transportiert, die auf eine direkte Verbindung zwischen Terrormiliz und Attentat hingedeutet hatten. Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) hat dazu auch interne Ermittlungen aufgenommen. Ermittler fanden jedoch Hinweise auf einen möglichen radikal-islamischen Hintergrund des Täters. Dies sei aber noch nicht erwiesen.

Der Jugendliche hatte am Montagabend in einem Regionalzug in Bayern mehrere Reisende mit einer Axt und einem Messer schwer verletzt, ehe er von der Polizei erschossen wurde. 14 Menschen erlitten einen Schock. Der Angreifer wurde von der Polizei getötet. Zuletzt habe er bei einer Pflegefamilie gewohnt.

Der Zug war auf dem Weg von Treuchtlingen nach Würzburg. Die Bahn war kurz vor dem Ziel, als der Angreifer losschlug.

- Der Zug wurde im Würzburger Vorort Heidingsfeld per Notbremse gestoppt.

- Das Spezialkommando, das wegen eines anderen Einsatzes unterwegs war, nahm die Verfolgung auf. Darin beklagte sich der Jugendliche "über Ungläubige und Taten, die diesen Ungläubigen zuzurechnen sind".

Der 17-Jährige starb nach Polizeiangaben "durch mehrere Schüsse" eines Sondereinsatzkommandos.

Der Axt-Angreifer in einem Regionalzug nahe Würzburg hat sich an Nicht-Muslimen rächen wollen, die seinen muslimischen Glaubensbrüdern nach seiner Auffassung Leid angetan hätten. Der Hongkonger Regierungschef Leung Chun-Ying verurteilte den Angriff und sprach den vier Verletzten und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus. Ein fünfter Mitreisender, der 17-jährige Sohn, sei unverletzt davon gekommen, berichtete eine amtliche Quelle, die nicht genannt werden wollte.

In einer Pressekonferenz am Mittag sagte Bayerns Innenminister Joachim Hermann, im Zimmer des Flüchtlings bei seiner Pflegefamilie sei ein Schriftstück gefunden worden, das zeige, dass es sich "um jemanden handeln könnte, der sich in letzter Zeit selbst radikalisiert hat".

Die zuständigen bayrischen Ermittlungsbehörden gehen von einem politischen Hintergrund aus.

Ein Opfer des Angreifers schwebt nach Angaben Herrmanns weiter in akuter Lebensgefahr.

Attacke bei Würzburg in der Chronologie: Was ist im Zug geschehen? Auf der Flucht wurde er von Polizisten erschossen, als er auch diese angriff. "Grundsätzlich müssen wir in der Tat schon davon ausgehen, dass im Prinzip jeden Tag an jedem Ort und mehr oder minder weltweit solche Taten verübt werden können", sagte der bayerische Innenminister über die aktuelle Sicherheitslage, "wir sind davor nicht sicher". Auch über seine Fluchtursachen gebe es bisher keine Erkenntnisse.

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