Slowenien: Absturz von Unister-Chef: Viel Bargeld an Unglücksort gefunden

Unister-Startseite

Thomas Wagner war alleiniger Geschäftsführer und Hauptgesellschafter von Unister.

"Von meiner Seite halte ich es für ganz, ganz dringend, dass da aufgeklärt wird".

Der Agentur Piabo zufolge war Unister damit im Frühjahr hinter Zalando (mit rund 10.000 Mitarbeitern), aber noch vor myToys.de und dem Ticket- und Veranstaltungsspezialisten CTS Eventim das zweitgrößte Unternehmen der deutschen Digitalwirtschaft. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt.

Wagner war am Donnerstag mit einem Kleinflugzeug in Slowenien abgestürzt. Wagner und Schilling waren auf dem Rückweg von Venedig, wo sie nach Angaben des Unternehmens potenzielle Investoren getroffen hatten.

Unabhängig davon hatten Insider MDR-Exakt berichtet, dass Wagner für ein Kreditgeschäft nach Venedig geflogen sei. Dabei sollen sie betrogen worden sein. Beim Umtausch des mitgebrachten Geldes in Schweizer Franken wurde Wagner mutmaßlich Falschgeld untergeschoben. Wagner erstattete daraufhin Anzeige bei der örtlichen Polizei. Unister-Eigentümer Kirchhof bedauert das. Das Leipziger Unternehmen Unister betreibt bekannte Reiseportale wie ab-in-den-urlaub.de und fluege.de und beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter. Auch Gespräche mit Investoren habe er bereits geführt, sie seien aber letztlich gescheitert. Für die Unister Holding GmbH wurde am 18. Juli die Insolvenz beantragt. Ebenfalls mit zu den Todesopfern des Flugzeugabsturzes zählen Unister-Gesellschafter Oliver Schilling, ein Banker sowie der Pilot der Maschine. "Wer seine Reise jetzt kündigt, muss mit Stornogebühren rechnen".

Der Veranstalter machte schon letztes Jahr Schlagzeilen, weil er während einiger Monate keine Provisionen auszahlte - erst nach juristischer Intervention wurden die Ausstände beglichen. "So drastisch kann man formulieren", sagte Kirchhof.

Die Insolvenz der Unister Holding weitet sich unterdessen auf die Tochterunternehmen aus: Die Unister-Tochter Urlaubstours hat bereits einen Insolvenzantrag gestellt, wie das Unternehmen OnlinehändlerNews.de mitteilte. Er wolle Unister möglichst als Ganzes verkaufen. "Aber letztlich sind auch andere Lösungen denkbar". Die Experten kritisieren unter anderem, dass Unister-Seitenbetreiber nach gerichtlich erwirkten Urteilen gegen sie regelmäßig ausgetauscht würden und damit das "Katz-und-Maus"-Spiel von Neuem beginne". Der Vermittler, in dem Fall Unister, ist in dem Moment, in dem der Vertrag abgeschlossen wurde, aus dem Vertragsverhältnis raus.

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