Phelps holt über 200 Meter Schmetterling 20. Olympia-Gold

Michael Phelps war einmal mehr der schnellste

Phelps ist und bleibt damit der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten.

Olympia-Goldmedaille küsste, war sein jüngster Fan längst eingeschlafen. Söhnchen Boomer schlummerte im roten Baby-Tragesack mit weißen Sternen selig, auch der Jubel im Schwimmstadion von Rio 20 Minuten nach Mitternacht (Ortszeit) weckte ihn nicht.

Die deutschen Schwimmer haben bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro eine weitere Enttäuschung hinnehmen müssen. Der US-Schwimmstar triumphiert im Becken von Rio erneut - erst allein, dann mit der US-Staffel. Als Schlussschwimmer galt es jedoch "nur" noch, den Vorsprung von 1,76 Sekunden ins Ziel zu bringen. In der Nacht zu Mittwoch gewann der US-Schwimmer seine Gold-Medaillen Nummer 20 und 21.

Immer wieder wanderte der Blick des Rekord-Olympiasiegers auf die Tribüne - dorthin, wo seine Mutter Debbie und seine Verlobte Nicole jubelten und sein Söhnchen Boomer schrie.

Das Geheimnis um seine auffälligen braunen Flecken auf Schulter und Rücken löste er am nächsten Tag auf. Es war ein hartes Rennen", sagte Biedermann, der schon als Sechster ins Rennen gegangen war: "Jetzt ist es Zeit, danke zu sagen. Die letzten vier Jahre waren für Michael Phelps von Höhen und Tiefen geprägt. Für Phelps war es die 24. Medaille bei Olympischen Spielen. Ein Blick auf die Ergebnislisten würde vermuten lassen, dass Phelps einfach dort weitergemacht hat, wo er 2012 mit vier Goldenen aufgehört hat. Der erste Rio-Titel von Phelps war nämlich jener in der kurzen Kraul-Staffel gewesen. Die erste Chance dazu hat er über 200 Meter Schmetterling. Ich habe einen Haufen Spaghetti gegessen, obwohl ich kein Fan davon bin. Nun strebt er über 100 m Delfin und 200 m Lagen jeweils den vierten Olympiasieg in Serie an, etwas was vor ihm ein einer Disziplin einzig die amerikanischen Leichtathleten Al Oerter (Diskus/1956 bis 68) und Carl Lewis (Weit/1984 bis 1996) geschafft haben.

Überraschung war es freilich keine, die US-Männerstaffel beendete noch jede olympische 100-m-Freistilstaffel seit der Einführung 1964 mit einer Medaille. Phelps schlug nur 4 Hundertstel vor dem Japaner Masato Sakai an. Diesmal entschied sich die Teamführung aber, das Aufgebot mit Dressel und Ryan Held zu ergänzen. "Die Jungs haben geheult, da habe ich auch angefangen", sagte Phelps. Heute sagt er: "Ich war an einem sehr dunklen Ort und wollte nicht mehr leben".

Und auch er selbst wollte unbedingt zurück. Der 31-Jährige erklomm die Stufen des Fotografenpodests bis zu seiner Familie.

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