Tuifly will zehn Flüge stattfinden lassen

Tuifly will ab Sonntag wieder normal fliegen

Menschenleere Check-In-Schalter von Tuifly am Flughafen in Hannover. Diese Flieger heben am Freitag ab.

Hannover (dpa) - Tuifly will mit gemieteten Maschinen und Besatzungen einen Teil der Flugausfälle auffangen. Bei den Abflug- oder Ankunftszielen handelt es sich hauptsächlich um München, Berlin oder Palma de Mallorca.

Für weitere Rückflüge heute hat das Unternehmen nach eigenen Angaben Ersatzflüge in Planung. Insgesamt seien 108 Verbindungen betroffen, teilte das Unternehmen mit. Wenige Tage vor den Herbstferien (10. bis 21. Oktober) mussten auch am Donnerstagmorgen mehrere Tuifly-Flüge gestrichen werden. Für viele Rückflüge werde aber noch auf Rückmeldungen und Bestätigungen gewartet. Tuifly soll in eine neue Dachholding integriert werden. Gäste in Urlaubsgebieten, deren Rückreise eigentlich bereits am Donnerstag angestanden hatte, sollen so an diesem Freitag nach Hause fliegen können.

Zudem können sich Kunden in Deutschland unter der kostenfreien Service-Hotline unter 0800 9006090 informieren. Grund dafür sind massenhafte Krankmeldungen von Piloten und Flugbegleitern. Sollte es weiter zu Flugausfällen kommen, rechne man innerhalb kurzer Zeit mit 1500 bis 2000 weiteren Anträgen. Tuifly hatte gestern zunächst mitgeteilt, den Flugbetrieb heute weitgehend einzustellen.

Nach den massiven Ausfällen mehrt sich die Kritik am Tui-Konzern, weil er keine Entschädigungen an betroffene Passagiere zahlen will. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) empfahl geschädigten Urlaubern, Schadenersatzansprüche bei dem Ferienflieger anzumelden. Seitdem führen kollektive Krankmeldungen der Besatzungen zu Flugausfällen und massiven Verspätungen. Seit mehreren Tagen fallen bei Tuifly und auch Air Berlin Flüge aus, weil sich Crew-Mitglieder kurzfristig krankmelden. "Die extem kurzfristigen Krankmeldungen machen es TUI fly unmöglich, frühzeitiger zu informieren und alternative Reisemöglichkeiten anzubieten", teilte die Airline am Freitag mit.

Als Hintergrund werden der tiefgreifende Umbau der hoch verschuldeten Air Berlin und damit einhergehende Veränderungen bei Tuifly gesehen. Krankheit werde offensichtlich instrumentalisiert, um gegen mögliche unternehmerische Beschlüsse zu revoltieren. Die aktuellen Probleme dürften nicht auf dem Rücken der Reisebüros ausgetragen werden, erklärte der Branchenverband DRV.

Mehr Kulanz fordern auch die Reisebüros, die für tausende Urlauber Stornierungen oder Umbuchungen vornehmen müssen, ohne dass der Mehraufwand vergütet wird.

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