Luftverkehr | Air Berlin streicht 23 Flüge

Zuvor hatte der Reisekonzern eingelenkt und war den Forderungen der Arbeitnehmer mit einer mindestens dreijährigen Standort- und Tarifgarantie entgegengekommen. Voraussichtlich würden 115 Flüge starten.

Hunderte Urlauber aus NRW hatten sich zum Start in die Herbstferien am Freitag vergebens auf den Urlaub auf Mallorca und Kreta oder in der Türkei gefreut, weil Tuifly seinen Betrieb fast komplett eingestellt hatte. Am Samstag würden allerdings noch 118 Flüge gestrichen. Etwa 45 Prozent des Flugprogramms hätten durch freiwillige Crews von Air Berlin und den Einkauf von Subcharterflügen aufgefangen werden können, teilte die Airline mit. Mit Blick auf die Entschädigungsfrage sagte er der Deutschen Presse-Agentur: "Da hätte man sich besser bedeckt gehalten". Mit gemieteten Maschinen und Besatzungen versuchte das Unternehmen, einen Teil der Flugausfälle aufzufangen, darunter auch in Düsseldorf und Köln. Tuifly will die Betroffenen nicht entschädigen und beruft sich dabei auf höhere Gewalt.

Nach den massiven Ausfällen mehrt sich die Kritik am Tui-Konzern, der keine Entschädigungen an betroffene Passagiere zahlen will. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) empfahl geschädigten Urlaubern, Schadenersatzansprüche bei dem Ferienflieger anzumelden. Zudem wurde eine Entscheidung über die geplante Neuordnung auf Mitte November verschoben. Kritik kam auch vom Tourismusforscher Torsten Kirstges, der den Tuifly-Mutterkonzern Tui vor einem Imageschaden warnte. Wie viele das sein werden, sei unklar. Auch die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr sieht für Kunden von Tuifly und Air Berlin gute Chancen auf eine Entschädigung bei Flugausfällen und Verspätungen. Das werde aber auch davon abhängen, wie Tuifly mit Menschen umgehe, deren Flüge ausgefallen seien.

Vor einer Woche war bekanntgeworden, dass Tuifly in eine Dachholding mit Etihad integriert werden soll.

Berlin - Beim Ferienflieger Tuifly fallen auch heute noch viele Flüge aus. Arbeitnehmervertreter befürchteten Job-Verluste und kritisierten zu unkonkrete Angaben. Die übrigen Flüge sicherte das Unternehmen mit Hilfe anderer Fluggesellschaften und mit Crews, die freiwillig Sonderschichten leisten, wie eine Sprecherin am Sonnabennd sagte. Zum Sonntag machte sie zunächst keine Angaben.

Forscher Kirstges sagte zur Debatte um Tuifly, der soziale Umgang von Fluggesellschaften mit ihren Mitarbeitern habe kaum Auswirkungen auf die Ticket-Kaufentscheidung. Auch Hartmann von der Hochschule Bremen erklärte, er glaube, am Ende sei meist der Preise für Kunden entscheidend.

Skeptisch äußerte sich Kirstges über die geschäftlichen Aussichten des geplanten neuen Ferienfliegers mit rund 60 Flugzeugen, in dem Tuifly und Teile von Air Berlin aufgehen sollen. "Denen schlagen die Pläne mächtig auf den Magen".

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