Frau ermordet: Deutscher von Extremisten auf Philippinen entführt

Deutscher von Extremisten im Süden der Philippinen entführt

Die Leiche habe Schusswunden aufgewiesen und sei auf einer Segeljacht vor der südlichen Inselgruppe Tawi-Tawi gefunden worden, bestätigte Militärsprecher Filemon Tan. Eine Lösegeldforderung soll zunächst nicht eingegangen sein.

Philippinische Sicherheitskräfte bemühen sich darum, die jüngsten Berichte der islamistischen Abu Sayyaf zu überprüfen: Die Extremisten hatten gemeldet, einen 70 Jahre alten Segler aus Deutschland entführt und seine Freundin erschossen zu haben.

Die Polizei fand die Jacht "Rockall" am Sonntag. Die 59-jährige Frau wurde demnach getötet, der 70-jährige Mann verschleppt.

Abu Sayyaf ist für die verheerendsten Terrorangriffe auf den Philippinen verantwortlich. Er habe die deutsche Botschaft um Hilfe gebeten, sagte der Skipper.

Angesichts etlicher Entführungen von Indonesiern und Malaysiern aus Fischerbooten und Schleppkähnen in den vergangenen Monaten versuchen die Philippinen, Malaysia und Indonesien mit Militäroffensiven die Sicherheit im gemeinsamen Seegrenzgebiet zu verbessern. Die Frau leistet Widerstand und bedroht die Entführer mit der Waffe. Bei der Frau soll es sich ebenfalls um eine Deutsche handeln. Sie hat der in Syrien und im Irak aktiven Terrormiliz Islamischer Staat die Treue geschworen.

Bei den beiden Seglern handelt es sich offenbar um ein deutsches Paar, das im Jahr 2008 bereits 52 Tage in der Gewalt somalischer Piraten gewesen war. Danach waren sie durch eine Lösegeldzahlung von angeblich 445000 Euro freigekauft worden. Die Extremisten wurden durch die Entführung zahlreicher Ausländer bekannt - Lösegelderpressung ist eine der Haupteinnahmequellen für Abu Sayyaf. Im Frühjahr 2000 machte die Extremistengruppe mit der Verschleppung von elf westlichen Ausländern Schlagzeilen, darunter eine Göttinger Familie. Die Frau wurde getötet, der Mann entführt.

Vom Auswärtigen Amt in Berlin gab es dafür keine Bestätigung.

Beim Inquirer meldete sich ein Anrufer, der sagte, sein Name sei Muamar Askali und er sei Sprecher von Abu Sayyaf. Nach Angaben der Extremisten wurde Lösegeld gezahlt. Ob er freigelassen wird, liegt ganz in den Händen der unberechenbaren Miliz, die in den 90er Jahren von al-Kaida-Chef Osama bin Laden gegründet wurde. Die Extremisten kämpfen nach eigenen Angaben für mehr Autonomie auf den mehrheitlich katholischen Philippinen. Ein Anführer habe am Telefon erklärt, den deutschen Segler entführt zu haben.

Wie dieser neue Entführungsfall ausgehen wird, dürfte aber auch davon abhängen, wie sich der jetzige philippinische Präsident Rodrigo Duterte verhalten wird.

Ziel von Abu Sayyaf ist ein unabhängiger, islamischer Staat.

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