Anschlag in Kurdenhochburg: Mindestens acht Tote in der Türkei

In der Tuerkei hat die tuerkische Polizei bei Razzien die Chefs der prokurdischen Oppositionspartei HDP verhaftet.

"Die nächtlichen Festnahmen von Politikern und Abgeordneten der kurdischen Partei HDP sind aus Sicht des Außenministers eine weitere drastische Verschärfung der Lage", hieß es am Freitag in Diplomatenkreisen. Der türkische Regierungschef Binali Yildirim machte am Freitag die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Autobombenanschlag auf das Polizeihauptquartier in der Kurdenmetropole verantwortlich. Mehr als 100 Menschen seien zumeist leicht verletzt worden. Der Sender NTV berichtet, das ein Mensch getötet worden sein soll, verschiedene Medienberichten zufolge sind rund 30 Menschen verletzt worden.

Im Mai hatte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die Immunität der beiden Politiker aufheben lassen.

Der Sprecher der kurdischen Partei DBP, dem kommunalen Ableger der HDP, teilte mit, neben Demirtas und Yüksekdag seien sieben weitere HDP-Abgeordnete festgenommen worden.

Die HDP (Halkların Demokratik Partisi) als pro-kurdisch, hat aber auch viele Unterstützer in der türkischen Linken.

Der mehrheitlich kurdische Südosten der Türkei kommt seit dem Ende eines Waffenstillstands zwischen der PKK und der Armee im Juli 2015 nicht mehr zur Ruhe. "Heute ist der Tag, sich zu erheben gegen diejenigen, die die Existenz der Kurden auslöschen wollen". Vor allem richtete sich der Schritt aber gegen die HDP: 55 von 59 HDP-Parlamentariern verloren ihre Immunität. Weder Kanzlerin Merkel noch EU-Kommissare hätten das Recht, der Türkei "Lehren zu erteilen", betonte er.

Bozdag versteigt sich außerdem zu der Aussage: "Rechtsstaat und Freiheiten gibt es nur für Deutsche". Zudem sei die Parteizentrale in Ankara durchsucht worden.

Die türkische Justiz hatte erst zu Beginn der Woche den Chefredakteur Murat Sabuncu und weitere Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" festgenommen.

In der Nacht gab es in mehreren deutschen Städten spontane Protestkundgebungen von Kurden.

Erdogan hatte Deutschland am Donnerstag vorgeworfen, Terroristen Unterschlupf zu bieten, statt "rassistische Übergriffe gegen Türken" zu verhindern.

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