Pilotenstreik bei der Lufthansa - Weihnachten ausgenommen

Passagiere von Eurowings müssen sich am Dienstag auf Flugausfälle gefasst machen

Die Lufthansa hatte einen erneuten Arbeitskampf der Piloten mit einer Schlichtung abwenden wollen. Ausgenommen seien nur die Weihnachtsfeiertage vom 24. bis zum 26. Dezember. Runde ihres im April 2014 begonnenen Streiks. Anders als bei der Lufthansa könne rund ein Drittel der Germanwings-Piloten nicht vorzeitig in den Ruhestand wechseln und habe auch keine Versicherung für den Fall des Verlustes der Fluglizenz, erläuterte der VC-Tarifexperte Ingolf Schumacher. Im gleichen Zeitraum aber habe Lufthansa einen Gewinn von über fünf Milliarden Euro eingefahren hat. Die Gewerkschaft fordert über einen Zeitraum von fünf Jahren jährliche Gehaltserhöhungen von 3,66 Prozent im Schnitt.

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"Eine Forderung nach Reallohnverzicht ist in Zeiten, in denen ein Unternehmen Gewinne schreibt, für uns inakzeptabel".

Erneut waren am Montag Verhandlungen gescheitert, nachdem die VC den Vorschlag der Lufthansa, einen Schlichter einzusetzen, abgelehnt hatte. Es geht um Übergangsrenten, Gehalt, Altersvorsorge und im Hintergrund auch immer um die Billigtochter Eurowings. Lufthansa lehnt es ab, die dortigen Piloten nach dem teuren Lufthansa-Regelwerk zu beschäftigen. Auch hatten beide Seiten bis jetzt vergeblich versucht, die Arbeitsbedingungen für Piloten bei der Billigtochter Eurowings zu regeln. Es galt von vornherein als unwahrscheinlich, dass es zu einer isolierten Lösung eines einzelnen Tarifthemas kommen könnte. Die VC hatte für die zwei darauffolgenden Jahre Forderungen von 5,2 Prozent sowie 4,6 Prozent aufgestellt, die weiter bestehen. Fertig ausgebildete Lufthansa-Flugschüler werden auf Job-Angebote der anderen Konzerntöchter verwiesen.

Zuletzt hatten die Lufthansa-Piloten im September 2015 gestreikt. Das Landesarbeitsgericht Hessen hatte ihren Streik als unrechtmäßig gestoppt, weil mit der Eurowings-Frage tariffremde Streikziele verfolgt worden seien. Lufthansa hatte zuletzt im Rahmen einer Gesamtlösung 4,4 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern angeboten.

Der Lufthansa steht ein neuer Streik bevor.

Allerdings seien weiterhin auch "kurzfristig" Ausstände möglich, sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies dem "Tagesspiegel" (Dienstagsausgabe). In dieser Woche fänden Krisengespräche mit dem Mutterkonzern Lufthansa statt.

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