Vereinigung Cockpit weitet Streik bei Lufthansa auf Samstag aus

Am Mittwoch war die mittlerweile 14. Streikwelle im laufenden Tarifkonflikt bei der Lufthansa zu Ende gegangen

"Unsere grossen Differenzen in den gescheiterten Verhandlungen zum Vergütungstarifvertrag resultieren offensichtlich auch aus unterschiedlichen Auffassungen über die künftige Weiterentwicklung des Konzerns", meinte Lufthansa-Managerin Volkens. Das sei nicht neu und nur der Versuch, die Piloten aufs Glatteis zu führen.

Lufthansa glaubt, dass sie mit der Pilotengewerkschaft nur in einer Schlichtung einig werden kann. Es ist der 14. Streik in der seit April 2014 schwelenden Tarifauseinandersetzung zwischen der Pilotengewerkschaft und der größten deutschen Airline. "Konkret heißt das, dass heute 35 Flüge betroffen sind", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Sonntag in Frankfurt. "Das ist alter Wein in neuen Schläuchen", sagte ein VC-Sprecher am Freitagabend. Darin enthalten sind die Kosten für die Betreuung von Passagieren, Hotelzimmer, Umbuchungen auf andere Fluggesellschaften. Jeder Pilot erhält automatisch jedes Jahr drei Prozent mehr Geld, weil dies der Stufenplan des aktuellen Tarifvertrages so vorsieht. Wichtiger noch erschienen die Aussagen zu den beruflichen Perspektiven der rund 5400 Piloten, die nach dem Konzerntarifvertrag (KTV) bezahlt werden. Dazu solle möglicherweise die Hilfe eines Mediators in Anspruch genommen werden.

VC hatte am Sonntagabend nach ergebnislosen Gesprächen mit Lufthansa abermals zu Streiks aufgerufen. Dazu wird es nicht so bald kommen. Im Rahmen einer 'Gesamtlösung' könnten die Piloten eine 'stärkere Vergütungserhöhung' als bislang angeboten bekommen.

Zuvor hatte die VC in ihrer seit Mittwoch laufenden 14. Streikrunde noch einmal den Druck auf das Unternehmen erhöht. Cockpit-Sprecher Jörg Handwerk warf dem Vorstand eine "kompromisslose Unternehmenspolitik" vor. Mit Rücksicht auf die Kunden werde es aber am Sonntag keinen Streik der Piloten geben. Morgen am Samstag fallen erneut 137 Flüge aus.

Am Samstag werden von den Flugausfällen rund 30.000 Lufthansa-Passagiere betroffen sein.

Auch am Freitag sollten in der Lufthansa-Gruppe 2170 von 3000 Flügen stattfinden. Die Group Airlines Eurowings, Germanwings, SWISS, Austrian Airlines, Air Dolomiti und Brussels Airlines würden nicht bestreikt. Allein für Freitag sagte Lufthansa 830 Flüge ab. Betroffen waren alle innerdeutschen und Europa-Flüge mit zusammen mehr als 100.000 Reisenden, so die Lufthansa.

Lufthansa arbeitet daran, das Flugprogramm auf der Kurz- und Mittelstrecke weitestgehend planmäßig durchzuführen. "Es wird jedoch aufgrund der vorangegangenen Streiktage noch zu vereinzelten Flugstreichungen kommen", teilte das Unternehmen am Samstag mit.

Ein um 4,4 Prozent höheres Gehalt ist den in der Vereinigung Cockpit organisierten Piloten der Lufthansa nicht genug. "Das wird mit einer Forderung von 20 Prozent mehr Lohn nicht möglich sein". Die VC verlangt Tariferhöhungen von zusammen 22 Prozent über einen von fünf Jahren bis April 2017.

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