Anfällige Wahlautomaten: Nachzählung der US-Wahl in Wisconsin beantragt

Donald Trump ist nicht geeignet für das Amt des US-Präsidenten Christopher Suprun republikanischer Wahlmann aus Texas

Einer von Clintons Anwälten, Marc Erik Elias, erklärte, man habe selber keinen Antrag auf Neuauszählung gestellt, da man keine Beweise habe: "Da wir keine prozessfähigen Beweise für einen Hackerangriff oder andere Versuche von außen, das Abstimmungsverfahren zu beeinflussen, gefunden haben, hatten wir nicht geplant [den Antrag auf Neuauszählung] einzureichen".

Wie angekündigt, hat Jill Stein nach ihrem Antrag in Wisconsin fristgerecht auch eine Nachzählung des Wahlergebnisses im US-Bundesstaat Pennsylvania beantragt.

Hätte Clinton am 8. November diese drei Staaten für sich entschieden, wäre sie die Gesamtsiegerin und nicht der Republikaner Donald Trump. Obwohl im Vorfeld der Wahlen stets Anschuldigungen gegenüber Moskau gestreut worden waren, in denen der russischen Regierung vorgeworfen wurde, die Wahlen manipulieren zu wollen, würden die Ergebnisse dennoch "den Willen der Amerikaner widerspiegeln". Er bezog sich dabei darauf, dass Stein in den vergangenen Tagen mehr als fünf Millionen Dollar an Spenden zur Finanzierung der Neuauszählung gesammelt hatte. Stein will nun wegen nicht näher erläuterter "statistischer Anomalien" auch Nachzählungen in Pennsylvania und Michigan anstrengen. Ich bin bestürzt darüber, dass jemand, der Kandidat einer unserer beiden großen Parteien ist, eine solche Position [wie Donald Trump] einnimmt. Darin zweifelte er das Wahlergebnis von Anfang November an und sprach von "illegal abgegebenen Stimmen". Weitere Links zum Thema Trumps neue Twitter-Äußerungen ließen die Vermutung zu, dass er sich durch den angeblichen Betrug um einen noch klareren Sieg gebracht sieht.

Während die Nation über Sinn und Unsinn des Vorstoßes von Jill Stein diskutierte, platzte am Sonntag Trump mit seiner Behauptung dazwischen, Clinton habe bei der Direktwahl nur dank der Stimmen von Millionen von Menschen gewonnen, die nicht wahlberechtigt gewesen seien. Diese wählen stellvertretend für das amerikanische Volk den US-Präsidenten und seinen Vize.

Eher nicht. Clinton müsste nach Neuauszählungen als Gewinnerin in allen drei Bundesstaaten dastehen: Sie würde 46 Wahlleute zugesprochen bekommen und käme auf 278 Wahlmänner, Trump auf 214.

Die Ergebnisse von Clinton in Wisconsin, Michigan und Pennsylvania wichen auffällig ab, berichtet das "New York Magazine" unter Berufung auf die Aktivisten-Gruppe. Nur reichen diese Hochburgen für die Demokratin Hillary Clinton oder den Republikaner Donald Trump allein nicht aus, um ins Weiße Haus einzuziehen. Nach übereinstimmender Einschätzung von Experten ist es sehr unwahrscheinlich, dass dies gelingt.

Das Clinton-Lager erklärte, es unterstütze die Neuauszählung. Clintons parteiinterner Rivale Bernie Sanders mahnte das Trump-Lager zur Gelassenheit.

Computerexperten haben darauf hingewiesen, dass die in bestimmten Wahlbezirken Wisconsins benutzen Wahlautomaten anfällig für eventuelle Hackerangriffe seien. Conway sagte auf NBC zu einer möglichen Ernennung von Trumps parteiinternem Widersacher Mitt Romney zum Außenminister, sie führe keine Kampagne gegen Romney.

Die ursprünglich favorisierte Clinton hatte in Stimmbezirken, in denen Wahlmaschinen benutzt wurden, deutlich schlechter abgeschnitten als in Wahllokalen, wo auf handgeschriebene Stimmzettel gesetzt worden war. Die Nachzählung der Stimmen werde nun vorbereitet.

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