Wut-Brief einer bestohlenen Mutter wird zur Spendenaktion

Der Aufruf der bestohlenen Mutter in der Berliner U-Bahn

Um ihren Ärger darüber kundzutun, hängte die Mutter 15 Ausdrucke an den U-Bahnhöfen zwischen Schillingstraße und Frankfurter Allee aus, auf dem sie den Täter direkt anspricht. Die Kommentare strotzen vor Mitgefühl mit der Bestohlenen und ihrer persönlichen Situation.

Auf die verzweifelte Nachricht der bestohlenen Mutter wurde eine Frau aufmerksam, die sich an die Webseite "Notes of Berlin" wandte. Sie forderte den Mann in dem forschen Schreiben auf, mindestens die Monatskarte, mit der sie regelmäßig nach Frankfurt Oder fahren müsse, und die Papiere im Fundbüro abzugeben.

Der Aufruf der bestohlenen Mutter in der Berliner U-Bahn.

Sie appelliert an das Gewissen des Täters: "Behalte die 30 Euro in Geld, die meine Kinder und mich über die Woche bringen sollten, aber gib mir meine Papiere wieder".

"Notes of Berlin" verbreitete ein Foto des Aufrufs. Denn mittlerweile hat sich ein edler Spender gemeldet, der Sabine und ihren Kindern mit 200 Euro das Weihnachstfest versüßen will.

Die Macher des Berlin-Blogs stellten die Verbindung zwischen der Geschädigten und der Spenderin her und schrieben dazu in einem Facebook-Post: "Wir legen noch 50€ Euro oben drauf".

Inzwischen hatte die Website Kontakt mit der Mutter. Sie habe vorher sogar noch einen emotionaleren Text verfasst, den dann noch abgeschwächt.

"Ich habe nie mit so einer Anteilnahme gerechnet", sagte die Mutter laut Nist. Ausweis, Führerschein, EC- und Krankenkarte wieder auftauchen, deren Beschaffung oft mit hohem zeitlichen Aufwand verbunden ist.

Wenn sie die Kosten, die nun auf sie zukomme, wieder drinhabe, wolle sie alle weiteren Spenden, die über den Betrag hinausgehen, an die "Mütterlobby" weitergeben.

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