Air Berlin verabschiedet sich von Mallorca

Air Berlin

Zugleich kauft Etihad Airberlin die Anteile an der österreichischen Tochter Niki ab, die ebenfalls in der neuen Airline aufgehen soll.

Die Transaktion sei aber, auf diese Feststellung legt Air Berlin viel Wert, "Teil des Umbauplans, den das Unternehmen im September vorgestellt hat".

Der Geldregen kommt für Air Berlin gerade rechtzeitig, da die Fluglinie zum Beginn der verkehrsschwachen Wintersaison sämtliche Finanzreserven aufgezehrt hat. Allerdings stehe die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden noch aus.

Bekanntlich wird Niki eine geplante Ferienfluggesellschaft eingebracht wie auch die Ferienflieger TUIfly.

Am Montag stimmte auch der Etihad-Aufsichtsrat der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens zu, an dem die Araber 25 Prozent und die Tui AG 24,8 Prozent halten soll, während die restlichen 50,2 Prozent bei der Niki Privatstiftung verbleiben. Der Sitz werde in Wien sein.

Die Etihad Aviation Group hat jetzt die bereits bekannte Planung eines Joint Ventures mit der TUI AG bestätigt, um eine neue europäische Ferienfluglinie zu gründen. Die Traditionsstrecke nach Mallorca fliegt Air Berlin ab 2017 nicht mehr an. Auch erhält Niki von Air Berlin Beförderungsverträge für touristische Flugziele in Südeuropa (mit Ausnahme von Italien, aber einschliesslich kanarische Inseln und Madeira), Nordafrika, Türkei. Zehn Jahre später rutschte Air Berlin nach mehreren Übernahmen in die roten Zahlen. Diese wird aus gut 60 Flugzeugen bestehen - rund 40 Flugzeuge davon sind von Tuifly, weitere 20 von Niki.

Airberlin verkauft seine Tochter Niki für 300 Millionen Euro an Etihad.

Air Berlin will sich nun verstärkt "auf ein ganzjähriges Geschäftsreiseangebot in Deutschland, Italien, den nordischen Ländern und Osteuropa" konzentrieren. Das Vielfliegerprogramm Topbonus wurde vor vier Jahren an den Großaktionär Etihad verkauft, um frisches Geld in die Kasse zu spülen. Der Großteil des bisherigen Touristikgeschäfts geht an den neuen Ferienflieger, den Etihad und der größte Reiseveranstalter Tui derzeit schmieden. Im Zuge der Transaktion endet auch eine seit Jahren bestehende Wet-Lease-Vereinbarung von Air Berlin über 14 Flugzeuge von TUIfly. Bei der Belegschaft der Tuifly stieß das Vorhaben indes auf Skepsis.

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