Air Berlin verkauft Niki-Anteile

Symbolbild NIKI

Es ist auch anzunehmen, dass angesichts der vielen Baustellen, die Etihad Airways, Niki und Air Berlin derzeit haben, dies sprichwörtlich auch das geringste Problem sein könnte. Air Berlin war bislang an Niki beteiligt, hatte am Montag aber den Verkauf der Anteile an den Großaktionär Etihad bekannt gegeben.

Der Verzicht auf die Strecke ist Teil des Air-Berlin-Umbaus.

Um wieder profitabel zu werden, wird Air Berlin grundlegend umgebaut.

Die Transaktion beinhaltet auch die Beendigung der Wet-Lease-Vereinbarung von Air Berlin über 14 Flugzeuge von TUIfly und steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen. Der Preis von 300 Millionen für knapp die Hälfte der Niki-Anteile erscheint Experten zufolge hoch, da Air Berlin selbst an der Börse insgesamt nur 68 Millionen Euro wert ist. Denn die "zweitgrößte deutsche Fluglinie", wie sie sich in Pressmitteilungen selber nennt, hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettoverlust von 317 Millionen Euro eingeflogen. Denn ab der kommenden Saison wird Air Berlin die spanische Mittelmeerinsel Mallorca nicht mehr anfliegen. Das ist nun passiert - und spült Air Berlin 300 Mio. Das Langstreckengeschäft inklusive der aktuell acht Destinationen in den USA, der Ziele in der Karibik sowie Abu Dhabi als Drehkreuz des Airline-Partners Etihad Airways bleiben weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des Air-Berlin-Netzwerks. Für die neue Geldspritze bekommt Etihad mit Niki einen etablierten Ferienflieger, der 2003 nach der Insolvenz der Aero Lloyd vom ehemaligen österreichischen Formel-1-Piloten Niki Lauda gegründet wurde. Air Berlin will sich verstärkt auf ein ganzjähriges Geschäftsreiseangebot in Deutschland, Italien, den Nordischen Ländern und Osteuropa konzentrieren.

Deren Vorstandschef Stefan Pichler stellte zu dem Verkauf fest: "Mit dieser Transaktion vereinfachen wir unser Geschäftsmodell, machen uns unabhängiger von saisonalen Flugzielen und verbessern unsere finanzielle Situation". Mit der Einbringung der Tuifly in die Holding soll die Tui AG entsprechend beteiligt werden, so dass je rund ein Viertel durch Etihad und Tui AG gehalten werden.

Das geht aus seiner Bestätigung des TUI-Managements vom 23. November 2016 hervor. Auch erhält Niki von Air Berlin Beförderungsverträge für touristische Flugziele in Südeuropa (mit Ausnahme von Italien, aber einschliesslich kanarische Inseln und Madeira), Nordafrika, Türkei. Dieser Schritt sei Teil der "betrieblichen Trennung zwischen Urlaubs- und Geschäftsreisen".

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