Eurowings drohen weitere Streiks: Gespräche mit Verdi und Ufo gescheitert

Der Lufthansa Billigtochter Eurowings drohen möglicherweise erneut Streiks des Kabinenpersonals

Tarifeinheitsgesetz befeuert Konflikt Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte Anfang Dezember einen Tarifvertrag für die 460 Flugbegleiter der Eurowings abgeschlossen, der bis März 2019 läuft. Die aber wollte den Vertrag nicht einfach so übernehmen, weil darin nur Gehaltsteigerungen vereinbart wurden. "Das weitaus größere Problem ist, dass die Flugbegleiter der Eurowings als einzige im Konzern nach der ver.di-Vereinbarung weiterhin keine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung oder Gewinnbeteiligung haben, keine Sicherheiten für die vielen befristeten Kollegen geschaffen wurden und es keinen Bestandsschutz, Kündigungsschutz oder Stationierungsgarantien gibt", heißt es von Seiten der UFO.

Die Lufthansa und die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit haben sich im Tarifkonflikt um die Bezahlung der Piloten auf eine Schlichtung geeinigt.

Hintergrund ist ein Streit zwischen den beiden Gewerkschaften. Ufo sei nach eigenen Angaben dennoch an einer gemeinsamen Lösung interessiert gewesen.

"Eine 'schnelle Mark', mit unveröffentlichten Geheimpapieren und ohne Zukunftssicherung, wie sie der Verdi-Abschluss vorsieht, hilft nicht", kritisierte Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies.

Um auch die UFO ins Boot zu bekommen, wurden anschließend weitere Verhandlungen für einheitliche Tarifverträge aufgenommen, an denen Vertreter von Eurowings und der beiden Gewerkschaften teilgenommen haben.

Die Gewerkschaft unterstellte, "dass Eurowings es darauf angelegt hat, mit der 'zahmeren' Verdi zu kooperieren". Das sei ein Verstoss gegen das Tarifeinheitsgesetz.

Diese Konkurrenzsituation zeigt sich nun einmal mehr in der Causa Eurowings: Bekanntermaßen konnte UFO keine Tarifeinigung mit der Eurowings-Geschäftsführung erzielen - Streiks waren die Folge. Für Verdi hätten die Gehälter erste Priorität gehabt, weil es seit acht Jahren keine Lohnerhöhung gegeben habe. "Unser Ziel ist die Tarifeinheit für die Flugbegleiter bei Eurowings Deutschland", sagte ein Sprecher der Lufthansa-Tochter. Dazu sei Ufo eingeladen worden, was diese dementiert.

Die Gewerkschaft werde aber "mit den 'normalen' gewerkschaftlichen Mitteln" die Ziele der Eurowings-Mitarbeiter weiter verfolgen. Dabei sei ein Streik zwar eine Option, aber nicht die allererste, sagte Flohr. "Die UFO sieht jetzt angesichts des sehr guten ver.di-Abschlusses ihre Felle davon schwimmen und hat deshalb die Eurowings unter Druck gesetzt, die nach langem Ringen erzielte Einigung zwischen ver.di und Eurowings zu unterlaufen - auf Kosten der Beschäftigten, die sich über unseren Abschluss sehr freuen".

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