Lidl-Werbung in Tschechien: Shitstorm wegen schwarzem Model

Lidl erntet Shitstorm

Die tschechische Lidl-Führung reagierte auf die rassistischen Ausfälle laut KNA unbeeindruckt. Sie meinen, der Mann sehe "nicht tschechisch" aus.

Eine Werbeanzeige von Lidl in Tschechien hat dem deutschen Discounter einen Mega-Shitstorm eingebracht. Auslöser ist ein Model, das in dem Prospekt ein Sweatshirt präsentiert. "Multikulti gehört nicht nach Tschechien", "Nehmt stattdessen Zigeuner", "Lasst sie Supermärkte bauen und schickt sie dann zurück" - zahlreiche fremdenfeindliche Kommentatoren haben ihre Parolen auf der Facebook-Seite des Unternehmens hinterlassen. Auf dieser ist ein schwarzes Model zu sehen, das für urbane Kleidung wirbt. Und einer formuliert in reinstem Neonazi-Duktus: "Ich bin angewidert". Unter anderem war die Rede von einer "Ausrottung der weißen Rasse" durch Multikulturalismus.

Durch den Verlauf der Flüchtlingskrise wurde bereits deutlich, dass viele Tschechen eine ablehnende Haltung gegenüber allen Menschen haben, die sie als "anders" oder "ausländisch" empfinden.

Der Ausländeranteil liegt in Tschechien nur bei rund 4,5 Prozent.

Eine Einstellung, die nicht nur unter der tschechischen Bevölkerung, sondern auch bei den Politikern des Landes, nicht von allen geteilt wird. Das Land, in dem vergleichsweise wenige Ausländer leben, hat ähnlich wie Ungarn aggressiv auf die Flüchtlingsströme der vergangenen zwei Jahre reagiert.

Die Aufregung um die Lidl-Werbung verdeutlicht die derzeitige Spaltung der tschechischen Gesellschaft. Da werfen Tschechen ihren Landsleuten "Dummheit" vor und bezeichnen sie als "erbärmlich". Andere Nutzer weigerten sich, den Kommentaren ernsthaft zu begegnen und konterten mit Ironie: "Das mit dem Schwarzen geht wirklich zu weit. Am besten gleich für einen Panzer". Je mehr Sie von der Welt kennen, desto größere Toleranz entwickeln Sie.

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