Schlechte Noten für Olivenöle

Olivenöle

Von 24 Olivenölen zu Preisen zwischen 5 und knapp 15 Euro pro Liter schneidet keins gut ab, 10 Produkte sind mangelhaft. Zehn Öle schmecken sogar ranzig, stichig oder alt, dafür gibt es die Wertung mangelhaft. Solche sensorischen Mängel dürfen Olivenöle von höchster Güte nicht haben. Tester Brackemann: "Die Geschichte unserer Olivenöl-Tests ist immer auch eine Geschichte des Etikettenschwindels gewesen". Haben Oliven bei der Verarbeitung schon mit dem Gären begonnen, könnte ihr Öl später "stichig" schmecken, nannte er ein Beispiel. Eine eigene EU-Verordnung regelt, wie Öle dieser Klasse schmecken müssen und herzustellen sind.

"Dass die Discounter am besten abschneiden, ist kein Zufall", sagt "Test"- Chefin Anita Stocker. Auch die anderen Produkte überzeugten die Tester nur bedingt. Kaum Schärfe und Bitterkeit, Mittelmaß bei der Fruchtnote, wenig individuelle Noten, lautete das Fazit. Neunmal urteilten die Tester "befriedigend", fünfmal "ausreichend". Das waren aber keine Mischöle, sondern Öle mit eindeutiger Herkunft. Den Erwartungen vieler Verbraucher dürften sie aber durchaus entsprechen. Neun Produkte immerhin erhielten ein "befriedigend", sind für den Standardgebrauch allemal geeignet. Generell monierten sie Mineralöl-Rückstände in allen und falsche Etikettierungen bei den meisten Ölen. "Eine akute gesundheitliche Gefährdung ist aber bei keinem der Olivenöle gegeben", sagt Birgit Rehlender. "Doch die Belastungen sind vermeidbar", resümierte die Stiftung Warentest. Sie werden aus Olivenölen aus verschiedenen Herkunftsländern zusammengemischt. "Primadonna" von Lidl und "Vegola" von Netto bieten dazu noch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, mit 5,05 Euro pro Liter war kein anderes Öl billiger.

Der ausführliche Test Olivenöl erscheint in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 26.01.2017 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/olivenoel abrufbar. "Das Problem ist nicht neu". Teuer muss natives Olivenöl also nicht sein. Sie zu panschen, sei für manche Anbieter lukrativ, sagte Sabine Hülsmann von der Verbraucherzentrale Bayern dem dpa-Themendienst. An dieser Stelle seien staatliche Überwachungsbehörden gefragt: Es müsste regelmäßige stichprobenartige Kontrollen geben, so die Verbraucherschützerin. Auch sogenannte High-Oleic-Öle enthalten viel Ölsäure. Rapsöl zählt dazu. Es ist zwar nicht so geschmacksintensiv wie Olivenöl, kann aber beim Kochen eine Alternative sein. Sie werden aus speziell gezüchteten Pflanzen hergestellt, erklärte Hülsmann.

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