Stiftung Warentest Teure Olivenöle fallen im Test reihenweise durch

Denn raffiniertes Öl schmeckt schlicht neutral. Laut Stiftung Warentest fallen jedoch 10 von 24 Ölen im Test durch.

Viele Olivenöle der höchsten Güteklasse "nativ extra" dürften diese Bezeichnung laut Stiftung Warentest im Grunde gar nicht tragen. 24 Olivenöle hat die Stiftung Warentest jüngst untersucht, in ausnahmslos allen fanden die Prüfer um Brackemann Mineralölrückstände von teils bis zu 60 Milligramm pro Kilo. Die Öle schmecken stichig oder ranzig - ein Hinweis auf falsche Lagerung oder Verarbeitung. Solche sensorischen Mängel dürfen Olivenöle von höchster Güte nicht haben. Das Problem sei jedoch mangelnde Kontrolle.

"Dass die Discounter am besten abschneiden, ist kein Zufall", sagt "Test"- Chefin Anita Stocker. Nur ein einziges Olivenöl im Test überzeugte die Warentester demnach geschmacklich so sehr, dass sie für die sensorische Qualität die Note 2,5 verliehen: das Öl Originale fruchtig von Bertolli. Kaum Schärfe und Bitterkeit, Mittelmaß bei der Fruchtnote, wenig individuelle Noten, lautete das Fazit. Das waren aber keine Mischöle, sondern Öle mit eindeutiger Herkunft. Neunmal urteilten die Tester "befriedigend", fünfmal "ausreichend". Einen herausragenden Geschmack dürfen Verbraucher bei preisgünstigen Ölen allerdings nicht erwarten. Zum täglichen Gebrauch seien sie "allemal geeignet". Eines der Produkte habe außerdem Rückstände eines chemischen Weichmachers enthalten. "Eine akute gesundheitliche Gefährdung ist aber bei keinem der Olivenöle gegeben", sagt Birgit Rehlender. "Doch die Belastungen sind vermeidbar", resümierte die Stiftung Warentest. Das teuerste Produkt im Test, das Bio-Öl von Carapelli, für 14,40 Euro, bekommt dagegen nur das Qualitätsurteil "mangelhaft". Olivenöl wird entsprechend der EU-Olivenöl-Verordnung in verschiedene Güteklassen eingeteilt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Zehn Produkte bekamen das Qualitätsurteil "mangelhaft". Sie zu panschen, sei für manche Anbieter lukrativ, sagte Sabine Hülsmann von der Verbraucherzentrale Bayern.

Olivenöl hat einen hohen Gehalt an Ölsäure, einer einfach ungesättigten Fettsäure. "Primadonna" von Lidl und "Vegola" von Netto bieten dazu noch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, mit 5,05 Euro pro Liter war kein anderes Öl billiger. Sie werden aus speziell gezüchteten Pflanzen hergestellt, erklärte Hülsmann. Verbraucher erkennen diese speziellen Öle laut der Expertin an ihrem Etikett.

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Sie zu panschen, sei für manche Anbieter lukrativ, sagte Sabine Hülsmann von der Verbraucherzentrale Bayern dem dpa-Themendienst. Tester Brackemann: "Die Geschichte unserer Olivenöl-Tests ist immer auch eine Geschichte des Etikettenschwindels gewesen".

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