"Vorsicht Gift!" - Rentner erpresst Haribo - fordert Bitcoin

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Er soll Kaufland-Pizzen und Käsestangen sowie "Goldbären" und "Konfekt" von Haribo mit Warn-Zetteln "Vorsicht Gift" beklebt und ausgelegt haben.

Dem Bericht zufolge ging der 74-Jährige sogar ziemlich weit.

Das berichtet der Westdeutsche Rundfunk (WDR). In dem Brief hieß es: "Entweder ihr zahlt mir innerhalb der nächsten zehn Tage eine Million Euro in Bitcoins oder ich vergifte eure Produkte mit Zyanid".

Dem "WDR" zufolge soll der Rentner an die Geschäftsführung von Haribo und an die Kaufland-Zentrale jeweils ein Droh-Schreiben geschickt haben. Darin forderte er das Geld und drohte damit, Produkte der Unternehmen zu vergiften. Der gebürtige Gelsenkirchener habe das tödliche Gift auch tatsächlich im Darknet bestellt und bezahlt - es sei allerdings nie angekommen. Die Staatsanwaltschaft Bonn bestätigte BILD ein entsprechendes Ermittlungsverfahren. Der Kripo gelang es, die Einschreiben bis in die Postfiliale in Eschweiler zurück zu verfolgen. Zudem konnte die Polizei ihm demnach die IP-Adresse zuordnen, von der aus Drohmails an die Unternehmen geschickt worden waren. Die Festnahme folgte an Heiligabend in Würzburg.

In seinen Vernehmungen gestand der Rentner die versuchten Erpressungen. Sein Motiv klingt nach klassischer Altersarmut: Sein Mandant bekomme eine Rente von knapp 180 Euro, die seiner Frau liege bei 900 Euro, so Thomas Ohm, der Rechtsanwalt des Beschuldigten.

Deshalb habe der Verdächtige nach eigenen Aussagen wohl auch schon einmal (vergeblich) versucht, die Supermarkt-Kette Lidl zu erpressen. Er habe nie Menschen verletzten wollen, aber keinen anderen Ausweg gefunden.

Wegen Fluchtgefahr kam der 74-jährige Rentner zunächst in die JVA Köln.

Sprecher Dr. Sebastian Buß: "Wann und ob Anklage erhoben wird, ist noch unklar". Er kam laut Bericht am Donnerstag aus U-Haft, muss strenge Auflagen erfüllen.

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