Volkswagen zahlt nach Milliardengewinn mehr Dividende als erwartet

Volkswagen hat im ersten vollen Jahr nach Ausbruch des Abgasskandals einen Milliardengewinn erzielt und dabei von der breiten Aufstellung des Konzerns profitiert. Der größte Autokonzern der Welt machte 2016 ein Plus von 5,14 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Wolfsburg mitteilte.

Hohe Vorstandsgehälter hatten in den vergangenen Jahren für viel Kritik gesorgt. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um 4,0 Milliarden Euro auf 217,3 Milliarden Euro und damit auf einen neuen Rekord. Vor allem in den west- und zentraleuropäischen Märkten und im Asien-Pazifik-Raum gab es demnach Zuwächse. Die im November begonnene Neuausrichtung des Konzerns zeige bereits "spürbare Erfolge".

Vergangenes Jahr, als die Kosten aus den Manipulationen an den Dieselmodellen massiv belasteten, hatte die Volkswagen AG einen operativen Verlust von 4,1 Milliarden Euro verzeichnet. Analysten hatten sich im Schnitt noch etwas mehr ausgerechnet.

Der VW-Aufsichtsrat beschloss zugleich, die Einkünfte der Vorstände neu zu regeln. Der VW-Chef soll künftig maximal zehn Millionen Euro jährlich verdienen, die übrigen Vorstandsmitglieder bis zu 5,5 Millionen Euro. Unter dem Strich stand damals deswegen ein Fehlbetrag von knapp 1,6 Milliarden Euro. Konzernchef Müller erklärte, der Vorstand stehe voll hinter der Modernisierung des Vergütungssystems und habe der Modifikation der laufenden Verträge zugestimmt. "Für das Operative Ergebnis des Konzerns rechnen wir 2017 mit einer operativen Rendite zwischen 6,0 und 7,0 Prozent", teilte VW weiter mit.

Die langfristigen Bonuszahlungen orientieren sich künftig an der Entwicklung der Vorzugsaktie. Die Netto-Liquidität gibt Volkswagen mit 27,2 Milliarden Euro an. Vor Sondereinflüssen verbuchte der inzwischen weltgrößte Autobauer einen Betriebsgewinn von 14,6 Milliarden Euro, eine neue Bestmarke. Sie war nur gut ein Jahr im Amt.

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck von US-Behörden zugegeben, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen unterschiedlicher Marken eine mutmasslich illegale Software eingebaut zu haben. Das Programm sorgt bei standardisierten Tests für einen niedrigeren Ausstoß von schädlichen Stickoxiden.

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