CDU und SPD auf Augenhöhe

Rot-Grün hat in NRW keine Mehrheit mehr – Rot-Gelb möglich

Während sich laut einer Umfrage für die ARD die Regierungspartner CDU und SPD ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, liegt die Union im am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" deutlich vorn. Obwohl es eine klare rechnerische Mehrheit für Rot-Rot oder - im Falle eines Einzugs der Grünen in den Landtag - für Rot-Rot-Grün gäbe, wünscht sich die Mehrheit der Saarländer (61 Prozent) laut "Saarland-Trend" weiterhin eine Fortsetzung der großen Koalition, mit deren Arbeit gut zwei Drittel der Befragten "sehr zufrieden" oder "zufrieden" sind - im Bundesländer-Vergleich ein Spitzenwert. Es könnte aber auch für ein rot-rotes Bündnis reichen.

In Saarbrücken regiert seit 2012 eine Koalition von CDU und SPD. Dort sieht es für die amtierende Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) besser aus. SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger bekommt mit 1,8 ebenfalls eine gute Note.

Wenn an diesem Sonntag bereits gewählt würde, käme die CDU laut ZDF-"Politbarometer" auf 37 Prozent. Die Fehlertoleranz liegt den Angaben zufolge zwischen 1,4 und 3,1 Prozent. Drittstärkste Kraft würde die FDP. Die Linke würde mit fünf Prozent in den Düsseldorfer Landtag einziehen, die AfD mit sieben Prozent.

Für die Umfrage befragte das Institut telefonisch 1001 Wahlberechtigte im Saarland.

Laut Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Forsa" könnte die SPD mit 40 Prozent rechnen und läge damit 13 Prozentpunkte vor der CDU, die auf 26 Prozent käme. Schlecht sieht es für Grüne und FDP aus. Die SPD hat zur CDU aufgeschlossen. Der ARD-Erhebung zufolge wäre auch Rot-Rot möglich. Beide Sender hoben hervor, dass die angegebenen Werte keine Prognose für den Wahlausgang, sondern ein Stimmungsbild zum jetzigen Zeitpunkt darstellten.

Könnten die Bürger in Nordrhein-Westfalen ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich laut Forsa derzeit 55 Prozent für Kraft und 23 Prozent für Laschet entscheiden. Rotgrün läge dann mit 47 Prozent der Stimmen vorne, alle anderen im Parlament vertretenen Parteien brächten es nur auf 46 Prozent.

Die Zufriedenheit mit der bisherigen Landesregierung im Saarland ist auf hohem Niveau: 68 Prozent sind der Arbeit der Landesregierung zufrieden bzw. sehr zufrieden; 29 Prozent sind weniger bzw. gar nicht zufrieden.

Kramp-Karrenbauer und auch Rehlinger machten in einer Diskussionsrunde im Saarländischen Rundfunk am Donnerstagabend deutlich, ihre Partei bei der Wahl zur stärksten Kraft machen zu wollen.

CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther sagte, die letzte Umfrage, in der die CDU vorne gelegen hatte, sei "von der Ankündigung der erneuten Kandidatur Angela Merkels beeinflusst" gewesen. Der SPD-Chef warnte aber auch, dass Umfragen keine Wahlergebnisse seien.

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