Ermittlungen gegen Trump-Wahlkampfteam — FBI-Chef Comey

James B. Comey

Dagegen bestätigte Comey erstmals öffentlich, seine Behörde ermittle, ob es zwischen Trumps Team und Getreuen von Russlands Präsident Wladimir Putin während des Wahlkampfes 2016 geheime Absprachen gegeben hat - und ob dabei Straftaten begangen wurden.

Ein Informant mit Zugang zu US-Geheimdiensten, der auf Grund seiner Stellung nicht namentlich genannt werden möchte, sagte am Montag gegenüber baz.ch/Newsnet in Washington, das FBI verfolge unter anderem "Geldströme und Kontobewegungen" in der Sache.

Zwei Hiobsbotschaften für US-Präsident Donald Trump an einem Tag - und beide kommen von seinen wichtigsten Geheimdiensten.

Comey sagte, er habe keinerlei Informationen, welche Trumps Anschuldigung unterstützten und fügte hinzu, auch das US-Justizministerium habe keine solchen Erkenntnisse. Comey hatte vor dem Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses ausgesagt. Er könne aber nicht in Details gehen.

Das FBI untersucht diese Cyberattacken. Ein Präsident könne diese nach der geltenden Rechtslage auch gar nicht anordnen, sagte Comey. Sie hätten die Russland-Geschichte erfunden, um so eine Entschuldigung dafür zu haben, einen schrecklichen Wahlkampf betrieben zu haben, teilte der Präsident auf Twitter mit.

Trump-Sprecher Sean Spicer hatte sich mit seinen Äußerungen über eine derartige Verwicklung Großbritanniens auf die - völlig quellenlosen - Angaben des Justizkommentators Andrew Napolitano in einer Fox-News-Sendung bezogen.

Der stellvertretende NSA-Chef Rick Ledgett nannte zuvor in einem BBC-Interview Behauptungen, dass der britische Geheimdienst GCHQ in Zusammenarbeit mit der NSA an der angeblichen Trump-Überwachung beteiligt gewesen sei, "puren Unsinn". Es war absehbar, dass die oppositionellen Demokraten das Ereignis auch nutzen würden, um Trumps Behauptung zu überprüfen, er sei im Wahlkampf von Ex-Präsident Barack Obama abgehört worden. Diese Geschichte sei eine "Falschnachricht", und jeder wisse das, schrieb Trump am Montagmorgen (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Eine Abhöraktion im Trump Tower habe es nicht gegeben, sagte Nunes.

Falls die FBI-Ermittlungen indes fündig werden, drohte der Trump-Präsidentschaft erhebliche Gefahr: Mächtige republikanische Senatoren würden sich vom Präsidenten absetzen, auch sie würden die Frage stellen, was Trump vom Treiben seiner Mitarbeiter wusste.

Trump selbst wies die Vorwürfe erneut zurück und erklärte abermals, sie seien eine Erfindung der Demokraten, um von ihrer Wahlniederlage abzulenken. Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Ähnlich hatte sich unter Berufung auf am Freitag vorgelegte Dokumente der führende demokratische Abgeordnete im Ausschuss, Adam Schiff, geäussert.

Medien? Nein, danke. Donald Trump am Sonntag nach seiner Rückkehr nach Washington - in Florida waren Wetter und Stimmung besser.

Auch der frühere Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper, hatte eine Telefonüberwachung des Kandidaten Trump ausgeschlossen. Später hielt er die Vorwüfe aber im Kern aufrecht und begründete sie mit umfangreichen Medienberichten.

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