Feuerwechsel zwischen Regierungstruppen und Rebellen in Syrien

Rauchwolken über zerstörten Gebäuden

Am Donnerstag soll ein weiterer Anlauf zu Friedensverhandlungen in Genf unternommen werden.

Möglicherweise wollten die Aufständischen mit ihren Angriffen vom Sonntag den Bezirk Kabun nördlich von Jobar freikämpfen, der von den Regierungstruppen umschlossen ist.

Der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, sagte, die Rebellen hätten die Regierungskräfte mit "zwei Autobombenanschlägen und mehreren Selbstmordattentätern" angegriffen. Einwohner Jobars sprachen von mindestens 40 Luftangriffen.

Ein Überraschungsangriff von Dschihadisten in Damaskus hat heftige Gefechte mit regierungstreuen Kräften ausgelöst. Ein AFP-Reporter in Damaskus berichtete, Soldaten hätten sämtliche Zugänge zu dem Platz abgesperrt.

Den Regierungstruppen ist es in den vergangenen 18 Monaten gelungen, die Rebellen sowohl in Damaskus als auch im ganzen Land zurückzudrängen. Die Armee erklärte, sie habe alle Stellungen zurückerobert, die seit der Nacht zum Sonntag von islamistischen Gruppen eingenommen worden waren.

Es war das erste Mal seit zwei Jahren, dass es den Rebellen gelang, in die Umgebung des Abbasiden-Platzes vorzudringen. Aktivisten berichteten, Kämpfer der Fatah al-Scham-Front und andere Aufständische versuchten, vom östlichen Stadtteil Dschabar aus zum zentralen Abbasiden-Platz vorzustoßen. Wie die Syrische Beobachtungsstelle mitteilte, diente der Angriff der bewaffneten Regierungsgegner dazu, ihre Kämpfer zu entlasten, die im Norden der Hauptstadt unter erheblichem Druck der Regierungskräfte stehen.

Im syrischen Staatsfernsehen hieß es am Montag, die Armee sei unter Artillerieeinsatz dabei, "einen Angriff von Terroristen zurückzuschlagen". Seitdem Russland sich im September 2015 aktiv in das Kriegsgeschehen einmischte, gewannen die Regierungstruppen vielerorts die Oberhand zurück.

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