Fraport erhält Zuschlag für zwei Flughäfen in Brasilien

Fraport ist Betreiber des Flughafens in Frankfurt. Quelle REUTERS

Mit dem Zuschlag für zwei brasilianische Flughäfen im Rücken stellt der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport heute seine Bilanz für das Jahr 2016 vor. Dann managt Fraport 26 Flughäfen in aller Welt.

Die Fraport-Aktie rutschte im frühen Handel ins Minus.

In Frankfurt setzt Schulte 2017 auf ein wachsendes Angebot von Billigfliegern und klassischen Fluggesellschaften. Zudem sank die Zahl der Fluggäste um 0,4 Prozent auf knapp 61 Millionen. In Frankfurt tritt zum Sommerflugplan erstmals der irische Billigflieger Ryanair an. Nach den Terroranschlägen in Europa hatten sich viele Menschen aus fernen Ländern gegen eine Reise auf den alten Kontinent entschieden. Mit der Konzession bekommen die Betreiber die Rechte für Terminals, Pisten und Abstellplätze auf dem Flughafengelände, sind aber auch zu Investitionen verpflichtet. Über den gesamten Zeitraum der Konzessionen (Porto Alegre 25 Jahre, die anderen 30 Jahre) rechnet man mit 3,7 Milliarden Reais (1,1 Milliarden Euro). Sollte es Initiativen zur Rückführung der Maschine geben, werde Fraport das gerne unterstützen, sagte Schulte.

Fraport lockt die Billigflieger mit Gebührenanreizen für neue Strecken. Etablierte Airlines wettern gegen das neue Gebührensystem. "Wir wollen auf gleichen Strecken gleiche Konditionen", hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag klargestellt. Ab Mai startet auch der ungarische Billigflieger Wizz Air ab Frankfurt.

Im vergangenen Jahr erzielte Fraport trotz Problemen in der Heimat und der Türkei einen Rekordgewinn.

Im abgelaufenen Jahr verdiente Fraport unter dem Strich 375 Millionen Euro und damit 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Der operative Gewinn (Ebitda) legte um 24 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro zu. Da bescherte die Entschädigung für das geplatzte Terminalprojekt in Manila Fraport ein Rekordergebnis. Petersburg das Ergebnis nach oben.

Der Umsatz ging hingegen um ein halbes Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zurück. Die Aktionäre können sich auf eine Dividende von 1,50 Euro freuen, 15 Cent mehr als im Vorjahr. Das sind mindestens 127 Millionen mehr als 2016, wenn man die Sondergewinne sowie Belastungen durch ein Altersteilzeit-Programm herausrechnet.

Für diesen Sprung baut der Vorstand vor allem auf die Fraport-Flughäfen im Ausland.

In den ersten fünf Jahren sollen die Flughäfen 350 Millionen Euro zum Betriebsgewinn (Ebitda) des Konzerns beitragen. Insgesamt ist Fraport weltweit an zehn Flughäfen aktiv, darunter der Flughafen X'ian in China und der Flughafen Ljubljana in Slowenien.

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