Gammelfleisch-Skandal in Brasilien

Der Exekutivsekretär des brasilianischen Agrarministeriums Eumar Novacki spricht über die Operation

Neben Fleisch exportiert Brasilien riesige Mengen Soja für Tierfutter.

Wie in den vergangenen Tagen bekannt wurde, soll vergammeltes Fleisch mit chemischen Mitteln wieder ansehnlich gemacht und zurück in den Verkauf gebracht worden sein. Brasilien verkauft rund ein Drittel seiner Fleischprodukte nach China. Firmen, die in den Skandal verwickelt seien, könne der Marktzugang zur EU verweigert werden. Wenn sie für ihre Familie Fleisch kaufe, erwarte sie, dass es "in gutem Zustand" ist, sagte Silvia Farías, die in einem Supermarkt in Rio de Janeiro einkaufte, zu dem Skandal.

Ihnen müsse die Exportgenehmigung für die EU entzogen werden.

Zuvor hatte sich die brasilianische Regierung um Schadensbegrenzung bemüht.

Ein Gammelfleischskandal erschüttert den grössten Fleischexporteur der Welt, Brasilien. Um das Vertrauen in das brasilianische Fleisch wieder zu stärken, ging Temer anschließend mit den Vertretern der Botschaften in eine Churrascaria, wo gegrilltes Fleisch und Caipirinha serviert wurden. Er lud eine Reihe von Botschaftern wichtiger Absatzmärkte zum Steak-Essen ein. Brasiliens Inspektionssystem sei "eines der respektiertesten" der Welt, versicherte Temer.

Die Regierung betonte, es bestehe keine grössere Gefahr für die knapp 160 Importländer von Fleisch aus dem südamerikanischen Land. Rund 1100 Polizisten seien an den landesweiten Ermittlungen beteiligt.

"Es ist höchst unwahrscheinlich, dass die Rindfleischimporte der EU von den aktuell aufgedeckten Straftaten in Brasilien betroffen sind oder waren", betonte der deutsche Verband der Fleischwirtschaft (VdF). Mindestens 30 Menschen wurden bereits festgenommen, drei Betriebe mussten schließen.

Brasilien ist der weltgrösste Exporteur von Rind- und Geflügelfleisch und liefert in 150 Länder. Zu den größten Abnehmern gehören Saudi-Arabien, China, Japan, Russland und Italien. Nach Angaben der Behörden wurden in einigen Fällen krebserregende Stoffe beigemischt, um den Geruch des verdorbenen Fleisches zu überdecken. Für Verunsicherung bei den Verbrauchern sorgten Berichte, dass einigen Hühnchenfleischprodukten Pappe beigemischt worden sei.

Das wiederum wies der von den Ermittlungen betroffene Grosskonzern BRF zurück. BRF startete Werbeanzeigen, um auf seine ungefährlichen Produkte hinzuweisen.

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