Präsident Jeff Jones verlässt Uber nach nur sieben Monaten

Nummer zwei verlässt Uber verärgert

In der Führungsriege des Fahrtendienstvermittlers Uber gibt es US-Medienberichten zufolge erneut einen Abgang: Der für den Bereich Ridesharing-Strategie zuständige Chef Jeff Jones verlasse das Unternehmen, berichteten der Branchendienst Recode und die Zeitung "Wall Street Journal" am Sonntag. "Es ist klar, dass die Überzeugungen und Ansätze, die meine Karriere bestimmt haben, nicht vereinbar sind mit dem, was ich bei Uber gesehen und erlebt habe", sagte Jones der Tech-Website "Recode".

Als Jeff Jones bei Uber einsteigt, gilt er als Nummer zwei hinter Firmenchef Kalanick.

Kalanick versuchte im Gegenzug, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Abgang von Jones und seiner Suche nach einer rechten Hand auf einem neu geschaffenen Geschäftsführer-Posten. Nach dieser Ankündigung "kam Jeff zu der schweren Entscheidung, dass er seine Zukunft nicht bei Uber sieht", schrieb der Gründer und Chef in einer unter anderem von Bloomberg veröffentlichten E-Mail an die Mitarbeiter.

Jones' Abgang setzt eine Reihe von Spitzenmanagern fort, die das Unternehmen verlassen haben. In diesem Monat stiegen der für Produkte und Wachstum zuständige Vizepräsident Ed Baker und der leitende Sicherheitsexperte Charlie Miller aus. Zuletzt geriet Uber in den Mittelpunkt mehrerer Kontroversen. Die Google-Schwesterfirma Waymo wirft dem Unternehmen vor, Technologien einzusetzen, die ein ehemaliger Mitarbeiter gestohlen habe. Eine ehemalige Software-Entwicklerin beschrieb eine von Frauen-Diskriminierung geprägte Unternehmenskultur. Danach kündigte er an, einen Top-Manager für das Tagesgeschäft zu suchen, weil er als Manager selbst noch reifen müsse. In der Branche gilt Kalanick als äußerst rücksichtslos und aggressiv. Seit seinem Start in Europa vor fünf Jahren läuft das traditionelle Taxi-Gewerbe in mehreren Ländern Sturm gegen die neue Konkurrenz, die zahlreichen Ländern mit juristischen Hindernissen zu kämpfen hat.

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