SPD-Reform könnte bis zu 17 Milliarden Euro kosten

Doch das Wahlkampf-Projekt der Partei könnte deutlich mehr Geld kosten, als geplant.

Mit diesem Satz bekräftigte der neue SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz abermals am Sonntag die Einführung des neuen Arbeitslosengelds Q (ALG-Q). Während die SPD die Kosten der Reform auf nicht mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr beziffere, zeigten Berechnungen der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) deutlich höhere Kosten, berichtete die "Bild"-Zeitung am Montag". "Die Kosten würden explodieren". Die Erfahrung habe außerdem gezeigt, dass betriebsferne Weiterbildung bei der Jobsuche kaum helfe und Arbeitslose nur noch länger vom Arbeitsmarkt ferngehalten würden. Die Dauer der Qualifizierungsmaßnahme soll nicht auf die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes 1 anrechnen.

Nach Anhaben der SPD würde die Reform nicht mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr kosten.

Der BDA rechnet vor, dass derzeit 417.000 Menschen länger als drei Monate arbeitslos gemeldet sind und damit für die Neuregelung in Betracht kommen. Neun Monate Qualifizierung kosten demnach 9,6 Milliarden Euro, bei Kursen über ein Jahr wären es knapp 13 Milliarden Euro. Für den längeren Bezug von Arbeitslosengeld kämen noch einmal bis zu knapp 4 Milliarden Euro hinzu.

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