Schwere Gefechte nach Überraschungsgriff von Jihadisten in Damaskus

Rauchwolken über zerstörten Gebäuden

Am Stadtrand von Damaskus haben sich syrische Regierungstruppen und Rebellen heftige Gefechte geliefert. Der Angriff in Damaskus sei ein Zeichen an den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gewesen, sagte ein Sprecher der Südlichen Front der Freien Syrischen Armee, Issam Al Reis, dem arabischen Fernsehsender Al Hadath. Nach Militärangaben wurden die Rebellen schließlich zurückgedrängt, die Kämpfe flauten am Abend ab. Aktivisten berichteten, Kämpfer der Fatah al-Scham-Front und andere Aufständische versuchten, vom östlichen Stadtteil Dschabar aus zum zentralen Abbasiden-Platz vorzustoßen. Die Fateh-al-Sham-Front ist aus der Al-Nusra-Front, dem ehemaligen Al-Kaida-Ableger in Syrien, hervorgegangen.

Mit einem Überraschungsangriff in Damaskus wollten die Rebellen am Sonntag das Herz des Regimes treffen. Die Regierungstruppen starteten schnell eine Gegenoffensive, am Montagmorgen wurde Dschobar von Kampfflugzeugen bombardiert. Im Zentrum waren seit dem Morgen Granateinschläge und Gewehrfeuer zu hören. Sie habe Anrainer aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben.

Nach Darstellung der staatlichen Nachrichtenagentur Sana richteten sich die Luftangriffe in Dschobar gegen "Terroristenstellungen". Die Armee erklärte, sie habe alle Stellungen zurückerobert, die seit der Nacht zum Sonntag von islamistischen Gruppen eingenommen worden waren.

Der Leiter der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, sagte, die Rebellen hätten die Regierungskräfte "mit zwei Autobombenanschlägen und mehreren Selbstmordattentätern angegriffen".

Nach dem Ende der Kämpfe trauten sich die Anwohner wieder auf die Straße, wie AFP-Korrespondenten am Abend berichteten. Auch der Abbasiden-Platz war wieder fast so belebt wie sonst. Einwohner Dschobars sprachen von mindestens 40 Luftangriffen. Über Opfer konnte Rahman zunächst keine Angaben machen.

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien vor sechs Jahren wurden mehr als 320.000 Menschen getötet. Das hat maßgeblich mit der Einmischung Russlands zu tun. Den Regierungstruppen gelang es in den vergangenen 18 Monaten, die Rebellen sowohl in Damaskus wie im ganzen Land zurückzudrängen. Das Nachbarland Türkei betrachtet die YPG als terroristische Vereinigung.

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