Anschlag auf den BVB: Mit den Bekennerschreiben ist was faul

Monaco-Fans stimmen Dortmund-Sprechchöre

Nach dem Sprengstoff-Anschlag auf einen Bus in Dortmund zirkulieren mindestens zwei Bekennerschreiben. In dem mutmaßlich von Islamisten stammenden ersten Schreiben wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) namentlich erwähnt.

Als Grund wird in dem einseitigen und nicht unterschriebenen Schriftstück die Beteilligung von Tornados der deutschen Bundeswehr an einer angeblichen Ermordung von Muslimen im Kalifat des IS genannt.

Weiter heißt es, ab sofort stünden Sportler und andere Prominente "in Deutschland und anderen Kreuzfahrer-Nationen" auf einer "Todesliste des Islamischen Staates". Das im Internet verbreitete Schreiben wurden von dem entsprechenden Portalbetreiber als Fälschung eingeschätzt.

Die Polizei fand in der Nähe des Tatorts ein Bekennerschreiben.

Die Drohung solle so lange bestehen bleiben, bis die deutschen Soldaten und Maschinen aus der im IS-Herrschaftsgebiet operierenden Anti-Terror-Allianz zurückgezogen werden und zudem die US-Luftwaffenbasis im pfälzischen Ramstein geschlossen werde. In dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben heißt es: "Aber anscheinend scherst du dich Merkel nicht um deinen kleinen dreckigen Untertanen".

Derweil wird von den Ermittlern die Authentizität eines zweiten Bekennerschreibens, das möglicherweise aus der antifaschistischen Szene kommt, geprüft. Seit Jahren dürften auch Menschen mit einer menschenverachtenden Gesinnung ins Stadion, anstatt örtliche Antifaschisten zu Rate zu ziehen, "um solches Gedankengut aus dem Stadion zu verbannen".

Es wird aber betont, dass keinesfalls die BVB-Spieler "Ziel dieser symbolischen Tat" gewesen seien.

Noch ist nicht klar, ob das Schreiben vom Täter stammt oder eine falsche Spur legen soll. Auch hier ist unklar, ob das Schreiben authentisch ist. Weitere Überprüfungen seien notwendig. Es könne sich nach wie vor auch um gewaltbereite Fußballfans, Erpresser oder andere Täter handeln. Die Generalbundesanwaltschaft wollte um 14.00 Uhr über den Stand der Ermittlungen informieren.

Auf dem Weg zum Stadion vor dem Champions-League-Spiel gegen den AS Monaco waren drei Sprengsätze am BVB-Bus explodiert.

Marc Bartra vom Borussia Dortmund ist nach seinem erlittenen Bruch der Speiche im rechten Handgelenk infolge eines Sprengstoffattentats auf den Mannschaftsbus erfolgreich operiert. Die Partie wurde kurzfristig abgesagt und auf Mittwoch (18.45 Uhr) verschoben.

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