Autobombe tötet 43 Menschen bei Evakuierung belagerter Orte

Tausende Menschen sollen belagerte Städte verlassen

In Syrien sind bei einer Explosion in der Nähe eines Evakuierungskonvois mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Dutzende Busse warteten in Rashidin auf ihre Weiterfahrt. Aus Fua und Kafraja wurden 5000 Menschen evakuiert, die ursprüngliche Vereinbarung sah eine Zahl von 8000 zu Evakuierenden vor, darunter 2000 Kämpfer. Sie warteten in Raschidin, einem Vorort von Aleppo, darauf, die Front zu passieren und in die von Regierungstruppen gehaltene Stadt zu gelangen, weil es bei der Umsetzung des Austauschs zu Verzögerungen kam.

2200 Menschen, die aus den von Aufständischen kontrollierten Städten Madaja und Sabadani herausgeholt worden waren, steckten ihrerseits an einer Transitstelle in regierungstreuem Gebiet fest, wie einer der Betroffenen der Nachrichtenagentur AFP telefonisch berichtete. Er habe den Sprengsatz in der Nähe der rund 75 Busse gezündet, die in Raschidin festsassen. Die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtergruppe für Menschenrechte erklärte, vermutlich sei ein Sprengsatz detoniert. Nach Informationen von SOHR beschwerten sich die Aufständischen, dass bei der Evakuierung von Fua und Kafraja die im März unter Schirmherrschaft des Irans und Katars getroffenen Vereinbarungen nicht eingehalten worden seien. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana sprach von einem Anschlag von "Terroristen". Diese Angaben sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen. Sie fordere, dass rund 100 regierungstreue Kämpfer in den Bussen aus Fua und Kafraja wieder in die beiden Orte zurückkehrten, weil sie entgegen dem Abkommen an Bord der Busse seien. Mit diesem Ausdruck belegen die staatlichen syrischen Medien unterschiedslos die verschiedensten bewaffneten oppositionellen Gruppen in Syrien. Das Staatsfernsehen und die Beobachtungsstelle berichteten, die Detonation sei von einer Autobombe ausgelöst worden.

Nur zufolge ist die humanitäre Lage der Wartenden sehr schwierig. Fotos von mageren Kindern, die zu wenig zum Essen haben, schockierten die Welt. Es gebe kaum Toiletten. Insgesamt sollen mehr als 30.000 Syrer aus der Kampfzone gebracht werden.

Im Kampf gegen die Terrormiliz IS drang unterdessen ein von Kurden angeführtes Bündnis erstmals in die strategisch wichtige Stadt Al-Tabka im Norden Syriens ein.

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