Papst verurteilt "schändliche" Attacke auf Flüchtlinge bei Aleppo

Kreuz am Kolosseum bei der KreuzwegzeremonieMehr

Nach der Ostermesse erteilt der Papst vom Balkon des Petersdoms aus den Ostersegen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis"). Franziskus rief vor allem zum Schutz der Zivilbevölkerung in Syrien auf. Ein Autobombe an einem Buskonvoi mit Flüchtlingen hatte am Samstag mindestens 112 Menschen getötet.

Die Zeremonie zum Ostersegen wurde live in zahlreiche Länder übertragen. Die Syrer seien die Opfer eines Krieges, der nicht aufhöre, Schrecken und Tod zu säen.

Der neue Leiter des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, erinnerte in der Ostermesse in der Grabeskirche an die schwierige Lage der Christen im Nahen Osten.

Dabei würdigte Franziskus die Flüchtlingshelfer als Mitarbeiter des "auferstandenen Hirten": "Er lässt diese erzwungenermaßen umherziehenden Migranten immer und überall Brüder und Schwesten begegnen, um auf dem gemeinsamen Weg Brot und Hoffnung zu teilen". Franziskus bat um mehr Anstrengungen, Konflikte zu beenden und leidenden Menschen beizustehen. Er drängte die Menschen, bei der Suche nach friedlichen Lösungen von Streitigkeiten beharrlich voranzuschreiten. Die Zeremonie auf dem Petersplatz ist mit einem Sündenablass für alle Menschen verbunden, die den Segen in gläubiger Haltung direkt in Rom, aber auch im Radio oder Fernsehen verfolgen. Im Anschluss stellte sich jedoch wieder strahlender Sonnenschein ein. "Schande für all diese Bilder der Verwüstung, der Zerstörung und des Ertrinkens, die in unserem Leben normal geworden sind", sagte der Papst nach der traditionellen Kreuzweg-Zeremonie am Kolosseum in Rom. In seiner kurzen Predigt berichtete Franziskus zudem von einem Telefonat mit einem schwerkranken Mann, das er am Vortag geführt habe. Für vieles gebe es keine Erklärung. Das Osterfest der westlichen und der orthodoxen Kirchen fällt 2017 zusammen, darauf machte auch der Papst aufmerksam. Der Gottesdienst fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. An allen Eingängen zum Petersplatz waren Sicherheitsschleusen wie am Flughafen aufgestellt. Der auferstandene Christus begleite die Einsamen und Ausgegrenzten und kümmere sich um die Opfer von Diskriminierung und Ausbeutung, verkündete Franziskus am Mittag von der Loggia des Petersdoms aus. Man frage sich: "Aber wenn der Herr auferstanden ist, wie können dann diese Dinge passieren?", sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. Der Papst taufte elf Erwachsene, die aus acht Ländern stammten, darunter China und Malaysia. Vor dem Segen leitet das Oberhaupt der katholischen Kirche die Ostermesse (ab 10.00 Uhr). Der Papst Emeritus feiert heute seinen 90. Geburtstag. Seit seinem Rücktritt aus Altersgründen im Jahr 2013 - dem ersten eines Papstes in der Neuzeit - lebt der "deutsche Papst" weitgehend zurückgezogen im Vatikan.

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