Syrien - USA drohen mit weiteren Militäraktionen

US-Präsident Donald Trump. Die USA haben einen Flughafen der syrischen Armee angegriffen

Kremlchef Wladimir Putin hatte sie als Angriff auf die Souveränität Syriens bezeichnet. Die syrische Opposition lobte den US-Angriff auf den Flugplatz als "sehr wichtige Reaktion". Russland steht im Syrien-Konflikt an der Seite des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad. In unserem Newsblog haben wir den Tag über live von den Folgen des amerikanischen Luftangriffs in Syrien berichtet. Deutschland und Frankreich stellen sich hinter die USA, Syriens Schutzherr Russland ist erbost.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach zuvor von vier getöteten Armeeangehörigen, unter ihnen ein General.

September 2014: Die USA und Verbündete bombardieren erstmals Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Nordostsyrien.

Es handelte sich um den ersten amerikanischen Angriff auf die syrische Regierung.

Die im türkischen Incirlik stationierten deutschen Tornado-Jets machen in Syrien und im Irak hochauflösende Bilder von IS-Stellungen zur Identifizierung von Angriffszielen.

Frage: US-Präsident Donald Trump macht Ernst, lässt einen syrischen Luftwaffenstützpunkt bombardieren. Auch die Verbreitung solcher Kampfmittel zu verhindern, sei im nationalen Sicherheitsinteresse der USA. Mit dem Giftgasangriff habe Syrien seine internationalen Verpflichtungen und UN-Resolutionen verletzt. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben. Assad hatte die Verantwortung für den Angriff zurückgewiesen. Assad weist allerdings jede Verantwortung für den Giftgas-Einsatz in Chan Scheichun zurück. "Selbst wunderschöne Babys wurden bei dieser barbarischen Attacke grausam ermordet". Safronkow sprach von aggressivem Verhalten, das sofort beendet werden müsse. Russland verurteilte den US-Angriff als "ungeheuerliche Verletzung" des Völkerrechts und verlangte "Erklärungen". Feuerwehr und Rettungshelfer seien im Einsatz, um das Feuer zu löschen und Opfer zu bergen. Aus syrischen Militärkreisen hiess es, zwölf Kampfjets und Helikopter sowie zwei Start- und Landebahnen seien zerstört worden. Auch Treibstofflager seien getroffen worden. So schreibt die Österreichische Zeitung "der Standard", Trump habe mit seiner Aktion eine: "Brüskierung Russlands in Kauf genommen". Russland werde eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragen.

Kritik an dem Angriff kam aus Russland.

Außenminister Sebastian Kurz hat Verständnis für den US-Luftangriff auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt gezeigt. Der Chemiewaffenangriff soll von der Luftwaffenbasis Shayrat ausgegangen sein.

Das Pentagon veröffentlichte Videomaterial, das den Abschuss der Tomahawks von US-Zerstörern zeigt. Die Marschflugkörper gelten als präzis. Die landesweiten Demonstrationen gehen weiter, ebenso die Maßregelungen seitens der Regierung von Präsident Bashar al-Assad. Etwa 20 syrische Flugzeuge seien zerstört worden.

Ein Regierungsvertreter sagte, mehr als 50 Geschosse vom Typ Tomahawk seien von Kriegsschiffen im österlichen Mittelmeer abgefeuert worden. Trump stimmt ein und orakelt: "Ich denke, er ist der, der die Dinge verantwortet, und ich denke, es sollte etwas passieren". Die USA wollten eine internationale Koalition schmieden, um Assad abzulösen, sagte Tillerson.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte sich zuvor an einer Sondersitzung in New York zum wiederholten Mal nicht auf eine neue Syrien-Resolution verständigen können - einmal mehr hatte Russland sein Veto eingelegt. Er erwarte, dass sich die USA auch weiterhin in Syrien nach dem "Prinzip der Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit" militärisch engagieren.

Der US-Luftangriff war auch Thema eines Telefonats von US-Außenminister Rex Tillerson mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow. Die ehemalige UN-Beauftragte für Abrüstung, Angela Kane, sagte am Freitagabend in der ARD, noch sei ein Giftgasangriff in Khan Sheikhoun nicht endgültig bewiesen.

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