Anschlag auf BVB-Bus Ermittler halten Bekennerschreiben für falsch

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ist ein weiteres angebliches Bekennerschreiben aufgetaucht. Beim Berliner

Für einen Terroranschlag spricht ein Bekennerschreiben mit islamistischen Bezügen; doch es gibt Widersprüche.

Aber die professionelle Bauart der mit Nägeln aufgefüllten Sprengsätze in Dortmund sei durchaus auch Rechtsextremisten zuzutrauen. Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft würden auch über die Ostertage intensiv fortgesetzt, sagte Behördensprecherin Frauke Köhler am Freitag. Ein Metallstift habe sich in die Kopfstütze eines Bussitzes gebohrt. BVB-Trainer Tuchel übte scharfe Kritik an der UEFA wegen der Neuansetzung des Championsleague-Viertelfinalspiels gegen AS Monaco, 24 Stunden nach dem Anschlag. "Wir können von Glück sagen, dass nichts Schlimmeres passiert ist", sagte die Sprecherin. Zudem seien nach islamistischen Anschlägen noch nie Bekennerschreiben am Tatort gefunden worden. So sei der Sprachgebrauch untypisch, und es fehlten Symbole der Jihadistenmiliz IS. Unter anderem wird dort der Abzug von Tornado-Kampfflugzeugen der Bundeswehr aus Syrien und die Schließung des US-Luftwaffenstützpunktes Ramstein gefordert.

Nach Berichten der Zeitungen "Express" und "Kölner Stadt-Anzeiger" stammen beide Tatverdächtige aus der nordrhein-westfälischen Islamisten-Szene - ein 25-jähriger Iraker aus Wuppertal und ein 28-jähriger Deutscher aus Fröndenberg (Kreis Unna).

Einer der beiden Männer sei festgenommen worden. So war in der Nacht zu Mittwoch auf dem linksradikalen Internetportal "linksunten.indymedia.org" auch ein zweites - vermeintlich linkes - Bekennerschreiben veröffentlicht worden. An der Echtheit eines weiteren Bekennerbriefs, der einen linksextremistischen Hintergrund vermuten lässt, bestehen nach ersten Bewertungen erhebliche Zweifel. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte am Donnerstag erklärt, die Sprengsätze seien hochprofessionell gebaut gewesen.

Mit der frühen Anstoßzeit und der Vorgeschichte fühlte sich der Mittwoch nicht wie ein Champions-League-Feiertag an. Bei dem Anschlag mit drei Bomben waren am Dienstag zwei Menschen verletzt worden.

Im Lichte der Ereignisse soll nun überprüft werden, ob bei den kommenden Partien der Fußball-Bundesliga zusätzliche Sicherungsmaßnahmen sinnvoll seien.

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