China mahnt Zurückhaltung an: USA erwägen angeblich Präventivschlag gegen Nordkorea

Eine Rakete unbekannten Typs bei der MilitärparadeMehr

"Die Spannungen zwischen den USA und Südkorea auf der einen Seite und Nordkorea auf der anderen Seite haben zugenommen, man hat das Gefühl, dass jederzeit ein Konflikt losbrechen kann", sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Freitag in Peking. In den vergangenen Tagen haben sich die Spannungen in Ostasien dramatisch erhöht. Symbolträchtig: Am Samstag feiert Nordkorea den 105. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung. Das könnte den Beginn einer gefährlichen Entwicklung in der Region darstellen.

Es gibt aus Seoul und Tokio keine offizielle Kritik am Vorgehen der USA, schliesslich ist man ja mit ihnen verbündet. Schon Ende März berichtete das renommierte US-Korea-Institut der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität auf seiner Website "38 North" von Vorbereitungen auf dem Testgelände im Nordosten des Landes.

Nach mehreren Raktentests der Nordkoreaner hatte US-Präsident Donald Trump mehrfach mit einem Eingreifen gedroht, um eine Bewaffnung des Landes mit weit reichenden Atomraketen zu verhindern.

Zwei US-Zerstörer, bewaffnet mit Marschflugkörpern des Typs "Tomahawk", hielten sich demzufolge in der Nähe der Koreanischen Halbinsel auf. Seoul, das nur 50 Kilometer von der Grenze entfernt liegt, ist in Reichweite nordkoreanischer Artilleriegeschütze und Kurzstreckenraketen. Man diskutiere mögliche Szenarien grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit. Ein Dementi kam aber auch nicht.

Obwohl der US-Imperialismus seit 25 Jahren ständig Kriege führt und Intrigen spinnt, stellen die Ereignisse der letzten Woche unbestreitbar ein qualitativ neues Stadium dar. Washington hatte damals mit UN-Mandat militärisch auf Seiten des Südens eingegriffen. Nachdem die US-geführten Koalition die beiden Koreas trennte, setzte auch China Truppen ein und trat in den Krieg ein. Nordkorea könnte bereits das am meisten isolierte Land der Welt sein und steht unter einer fast, vollständigen Blockade'. Das Regime braucht aber gar keine Nuklearwaffen, um Schaden anzurichten.

US-Vizepräsident Mike Pence traf am Sonntag zu einem Staatsbesuch in Südkorea ein. Nordkorea sei in der Lage, Südkorea "einen schweren Schlag zu versetzen", warnte das Blatt. Dazu kommt ein ganzes Arsenal an Mittelstreckenraten. Zudem sieht Nordkorea die Militärmanöver Südkoreas und den USA als angebliche Übung für eine Invasion. Denn zuvor hatte US-Präsident George W. Bush Nordkorea zur "Achse des Bösen" gezählt. Wenn China nicht helfe, "werden wir es alleine machen".

Trump ist dabei offenbar auch an symbolischem "Timing" gelegen. Nordkorea tue gut daran, die Entschlossenheit von US-Präsident Donald Trump oder die Stärke der US-Streitkräfte nicht zu testen, sagte Pence nach den Gesprächen.

Am Donnerstag hatte das US-Militär erstmals eine Massive Ordnance Air Blast (Moab)-Bombe auf ein vermeintliches Tunnelnetzwerk in Afghanistan abgeworfen.

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