China: Nordkorea provoziert mit Raketentest - Pence in Südkorea

Ein neuer nordkoreanischer Raketentest ist südkoreanischen Angaben zufolge gescheitert. Das Verteidigungsministerium in Seoul erklärte Nordkorea habe am Morgen versucht

Der US-Armeesprecher bestätigte damit die Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums. Wie aus US-Regierungskreisen verlautet wurde, handelte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um eine Langstreckenrakete.

Wie der erste scheiterte auch der zweite Raketentest in diesem Monat an der Ostküste Nordkoreas.

Das Ministerium analysiere den Raketentest, um weitere Details zu erfahren, hieß es. Was für ein Raketentyp in der Stadt Sinpo abgefeuert wurde, wussten zunächst weder das US-Pazifikkommando noch das Seouler Verteidigungsministerium. Nach Beobachtungen des US-Pazifik-Kommandos sei der Raketenabschuss um 11.21 Uhr Hawaiianischer Zeit (23.23 Uhr MESZ).

Der Experte Lee Il Woo vom privaten Korea Defence Network, sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Ich habe den Verdacht, dass das alles Attrappen gewesen sein könnten, die darauf abzielen sollen, die Welt da draußen zu beeindrucken". Denselben Raketentyp feuerte die nordkoreanische Armee bereits bei einem Test am 5. April von der Küstenstadt Sinpo ab. Das Geschoß flog 60 Kilometer, bevor es im Japanischen Meer versank. Sollte Nordkorea einen weiteren Nukleartest oder anderweitige Provokationen unternehmen, würde man mit "ernsthafte Strafmaßnahmen" reagieren.

Weitere Links zum Thema In Südkorea tagte unterdessen der Nationale Sicherheitsrat.

Grossbritannien hat sich "besorgt" über den neuen nordkoreanischen Raketentest geäussert. Die britische Regierung verfolge die Situation sehr aufmerksam, erklärte das Außenministerium am Sonntag.

Aussenminister Boris Johnson forderte Nordkorea am Sonntag auf, sein Atomwaffenprogramm zu beenden und UNO-Resolutionen zu befolgen, die zur Sicherung von "Frieden und Stabilität" in der Region beschlossen worden seien.

Auf dem Programm von Vizepräsident Pence steht auch, mit US-Soldaten, die in der militärischen Pufferzone an der streng bewachten Grenze zwischen Nord- und Südkorea stationiert sind, Ostern zu feiern. Er sei nicht überraschend gekommen und ebenso fehlgeschlagen wie der vorherige Test. Vermutlich sei der Test aber gescheitert. Die gute Nachricht sei, dass der Test schon nach fünf Sekunden gescheitert sei.

Im vergangenen Jahr hatte Nordkorea eine Langstreckenrakete getestet und zwei Atomtests durchgeführt. Pjöngjang zeige sich damit gewillt, trotz der klaren Warnungen der internationalen Gemeinschaft die Spannungen nochmals zu verschärfen.

Der Konflikt um das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm hatte sich zuletzt verschärft. Washington kündigte an, wegen der Gefahr aus Nordkorea "militärische Optionen" zu prüfen. Nachdem ein US-Flottenverband in die Region geschickt wurde, drohte die stalinistische Führung in Pjöngjang mit einem Atomangriff auf die USA.

Muskelspiel am Tag der Sonne mehr. Der Raketentest erfolgte nur einen Tag nach einer großen Militärparade in Pjöngjang anlässlich des 105. Geburtstags von Staatsgründer Kim Il-sung und wenige Stunden vor der Ankunft des US-Vizepräsidenten in Seoul.

Experten warnten auch davor, dass es in der aufgeheizten Situation zu Fehlkalkulationen und Missverständnissen kommen könnte, die in einem militärischen Konflikt münden könnten. Washington setze nun auf politischen Druck mit Pekings Unterstützung. Auch Russland mahnt zur Mäßigung. Bei einer Militärparade in der nordkoreanischen Hauptstadt Pyongyang waren am Samstag 56 Raketen verschiedener Bauart präsentiert worden, darunter möglicherweise auch auch eine neue ballistische Interkontinentalrakete. Das Regime hat das mehrmals missachtet. Im vergangenen Jahr war das zweimal der Fall.

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