FC Bayern rechnet mit schneller Lewandowski-Rückkehr

Wieder Kaltstart gegen Ronaldo: Neuer vor Comeback

"Er hat Großes vollbracht", hob Zidane als Nach-Nachfolger von Ancelotti hervor und freut sich auf das Wiedersehen.

BILANZ: Das Duell zwischen dem FC Bayern und Real Madrid ist einer der ganz großen Klassiker im Fußball-Europapokal. Nach dem Anschlag auf den BVB-Bus reagierte die Münchner Polizei umgehen und schickte einen Einsatzzug im Viertel des Hotels von Real Madrid auf Streife. Man sei "noch am Leben", sagte auch Trainer Carlo Ancelotti. Nun droht das Viertelfinal-Aus in der Königsklasse nach dem 1:2 (1:0) im Hinspiel.

"Wir sind noch nicht tot", sagte Carlo Ancelotti nach der Partie trotzig: Thomas Müller ergänzte: "Es ist noch alles möglich". Jetzt beginne die "Ancelotti-Zeit", hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in den vergangenen Wochen mehrmals betont. "Wir wollen weiterkommen, das ist das einzige, was zählt", sagte Münchens Offensivstar Arjen Robben.

Vor drei Jahren hatten sie den Bayern beim 4:0 eine Abreibung verpasst. Die spanische Zeitung El País rühmte seine Paraden als "zehn Wunder". Elf Bayern-Stars in Neuer-Form - und das vorgezogene Finale wäre sicher anders gelaufen. Vor allem, da Vidal einen Handelfmeter über das Tor ballerte (45.+1). Und auch das Fehlen von Mats Hummels machte sich arg bemerkbar in der Innenverteidigung, für die der am Mittwochabend im zweiten Durchgang einige Male indisponierte Javi Martinez wegen Gelb-Rot in der 61. Minute im Rückspiel gesperrt ist.

Kapitän Philipp Lahm klang zumindest bei seinem Abwehr-Nebenmann Hummels weniger optimistisch. Am Ende hätten die Königlichen noch deutlich höher gewinnen können. "Da müssen wir aber mehr zeigen, als wir es heute getan haben".

Dabei gehen die Bayern früh in Führung. Einen Schuss von Kroos blockte Martinez noch ab, einen Kopfball von Benzema (setzte sich gegen Alaba durch) verteilten Tormann Neuer und die Latte. Der von einer Sprunggelenksblessur genesene Thomas Müller konnte Lewandowski aber nicht gleichwertig ersetzen.

Insbesondere die schwache Leistung der Bayern in der zweiten Halbzeit macht Sorgen.

Vidals Fehlschuss kann teuer werden: Für München und für die Bundesliga.

REAL MADRID: Navas - Carvajal, Ramos, Nacho, Marcelo - Modric (Kovacic, 91.), Casemiro, Kroos - Bale (Asensio, 59.), Benzema (James, 83.), Ronaldo. 97 Treffer erzielte er in der Champions League, zwei im Uefa-Supercup und eins in der Champions-League-Qualifikation. Für die Bayern wurde erstmals Franck Ribéry gefährlich.

Die Bayern-Joker brachten gar keine Impulse.

Ohne den verletzten Robert Lewandowski, der gar nicht im Kader stand, erwischten die Hausherren den besseren Start. Der Real-Bus wurde ebenso wie das Bayern-Gefährt jeweils an einen sicheren Ort gefahren. "Es wird noch einmal eng". Auf der Gegenseite musste Real-Trainer Zidane auf die Innenverteidiger Pepe (Rippenbruch) und Varane (Achillessehne) verzichten.

7 Duelle: So oft kam es in der Champions League zum Duell in der K.o. -Hinspiel zu Hause mit einem Tor. Arturo Vidal, Schütze des 1:0, hatte die beste Chance, zu erhöhen. Die gute Nachricht: Am Saisonende stand der Titelgewinn.

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