Formel 1: Mercedes greift im Kampf um WM-Titel zur umstrittenen Teamorder

Der Finne Valtteri Bottas fuhr im Mercedes die schnellste Runde in der Qualifikation

"Ich denke, ja", scherzte der viermalige Weltmeister nach seinem Sieg im Formel-1-Ferrari beim Großen Preis von Bahrain. Nach 45 von 57 Runden liegt der 29-Jährige deutlich vor den beiden Mercedes von Valtteri Bottas (Finnland) und Lewis Hamilton (England).

Und doch hat Vettel den Großen Preis von Sakhir in Bahrain dank eines Undercuts gewonnen.

Valtteri Bottast startete von der Pole Position, wurde am Ende Dritter. Der 32-malige Grand-Prix-Gewinner, im Fahrerlager unstrittig als einer der begnadetsten Steuerkünstler anerkannt, fährt nur hinterher - oder halt gar nicht. Im 80. Versuch klappte es, bis nach ganz vorne zu kommen. "Über eine Grand-Prix-Distanz stand Vettel das bessere, schnellere und reifenschonendere Auto als der Mercedes zur Verfügung". Eingebremst wird der Finne jedenfalls nicht. "Ich habe schon während des Rennens gespürt, wir sind schnell, wir können ein Wörtchen mitreden", freute sich Vettel dann auf dem Podium. Allerdings übt der dreimalige Weltmeister Druck auf seinen neuen Teamrivalen Bottas aus.

Dass er nun die WM-Führung wieder alleine inne hat, ist für Vettel nur eine Randnotiz. Der Ferrari-Star lässt nach einem spannenden Wüsten-Zweikampf Mercedes-Mann Lewis Hamilton hinter sich. Dann müsste der dritte Platz nicht unbedingt ein großes Hindernis für Vettel sein. Mit einem Blitz-Start machte Red-Bull-Youngster Max Verstappen zwei Ränge gut und heftete sich als Vierter an das Führungs-Trio.

Auf dem rauen Asphalt, auf den stetig Wüstensand geweht wurde, wollten Vettel & Co. die perfekte Reifenstrategie finden. Die Verhältnisse auf dem äußerst rauen Asphalt machen es nicht einfacher.

Für sein Ex-Team Red Bull endete ein hoffnungsvoll begonnenes Rennen mit einer Enttäuschung. In der Qualifikation in Bahrain gelang das Nico Hülkenberg. "Ich bin noch nie in meinem Leben mit weniger Power gefahren", funkte der Spanier, der seinen Boliden zwei Runden vor Rennende abstellte.

Er ist wieder dabei: Pascal Wehrlein.

"Klar, die Strafe hat mich einiges gekostet, das war mein Fehler, für den ich mich beim Team entschuldige", zeigte sich Hamilton immerhin sehr selbstkritisch, obwohl sich sein Team auch durchaus bei ihm hätte entschuldigen können. Nach überstandener Verletzung - drei gebrochene Brustwirbel - raste er im Sauber auf Startrang 13. Der Frustfaktor des 35-Jährigen in seinem McLaren-Honda steigt. Teamkollege Marcus Ericsson war nicht über Position 19 hinausgekommen, im Rennen zählte er zu den Aussteigern. Nun steht ihm aber das lange Rennen bevor.

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