Haftbefehl gegen Iraker erlassen

Dortmund bewies Moral

Doch die Polizei sucht weiter auch in anderen Richtungen: Täter könnten nicht nur einen islamistischen Hintergrund haben.

Bei dem Anschlag auf den BVB waren am Dienstagabend drei Sprengsätze mit Metallstiften nahe dem Mannschaftsbus von Borussia Dortmund detoniert. Dabei wurden der Fußballer Marc Bartra und ein Polizist verletzt.

Das Team war auf den Weg zum Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco, das dann am Mittwochabend nachgeholt wurde. Die von der Tat geschockten Dortmunder mussten sich 2:3 geschlagen gegeben.

Die Polizei hatte am Anschlagsort drei gleichlautende Bekennerschreiben mit islamistischem Inhalt gefunden. So gebe es auf dem Schreiben keinerlei IS-Symbole wie etwa die typische Fahne.

Bei einem der Verdächtigen handelt sich um einen in Wuppertal lebenden, 25-jährigen Iraker. Die Bundesanwaltschaft hatte zeitweise noch einen einen 28-jährigen Deutschen im Visier, der jedoch mangels Tatverdachts auf freiem Fuß blieb. Bei beiden waren nach Angaben der Bundesanwaltschaft die Wohnungen durchsucht worden.

Als Konsequenz aus dem Anschlag forderte der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Ansgar Heveling, ein neues Sicherheitskonzept für grosse Fussballspiele. Der 26-Jährige war im Zuge der Dortmunder Ermittlungen in den Fokus gerückt. Offensichtlich müssten auch Spieler und das gesamte Umfeld stärker in die Sicherheit einbezogen werden.

Die Hoffnung auf einen schnellen Fahndungserfolg nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund (BVB) hat sich zerschlagen: Zwar erließ der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs am Donnerstag Haftbefehl gegen einen festgenommenen Iraker wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), für eine Tatbeteiligung an dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus fanden die Behörden jedoch keine Belege.

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