International: Tillerson: Syrien hat 50 Mal Giftgas eingesetzt

Die syrische Regierung hat nach Angaben von US-Außenminister Rex Tillerson rund 50 Mal Chemiewaffen eingesetzt. Am Abend empfing ihn Wladimir Putin im Kreml. Moskau fordert eine umfassende Untersuchung. Russland hatte die Hotline als Reaktion auf einen US-Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt vergangenen Woche unterbrochen. Der Antrittsbesuch Tillersons in Moskau war mit Erwartungen überfrachtet worden. "Es wurden 50 Vorfälle gezählt", sagte Tillerson der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Dieser warnte die USA vor weiteren Militärangriffen in Syrien. Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind nach Darstellung Moskaus auf einem Tiefpunkt seit dem Ende des Kalten Krieges. "Wir sind Realisten, wir verstehen, dass ernsthafte Anstrengungen für eine Überwindung dieser Barrieren nötig sind", sagte Lawrow. Putin kritisierte, dass sich die Nato-Mitgliedsländer nach dem US-Angriff in Syrien hinter Trump gestellt hätten: "Sie nicken wie chinesische Götzenbilder". Beim Thema Syrien deutet sich jedoch keine Annäherung an. "Aber die Verletzung des Völkerrechts gibt es". Sollte Washington sich in Syrien auf eine Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat und andere extremistische Gruppierungen konzentrieren, könnte Präsident Wladimir Putin eine militärische Hotline mit den USA wieder herstellen. Und ließ zu, dass sich die lupenreinen Militärs James Mattis (Verteidigungsminister), H. R. McMaster (Nationaler Sicherheitsberater) und der Strategie-Rasputin Stephen Bannon hinter den Kulissen als die Alphatiere der Außenpolitik gerieren konnten.

Demonstrativ hat Moskau für Freitag ein Außenministertreffen mit seinen Verbündeten Syrien und dem Iran einberufen.

Lawrow erteilte dem eine klare Absage: "Experimente solcher Art, die irgendeinen Diktator, totalitären oder autokratischen Führer stürzen wollen, kennen wir schon".

Die Gespräche zwischen den Chefdiplomaten begannen am Mittwoch gegen 11 Uhr im Gästehaus des russischen Außenministeriums und endeten erst gegen 16 Uhr. Während Russland offiziell Rebellen hinter dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz vermutet, scheinen die USA keinerlei Zweifel daran zu haben, dass Syriens Herrscher Baschar al Assad dahintersteckt. Bislang war sie wegen des Streits mit Moskau über den Ukraine-Konflikt nicht dort gewesen.

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