Konflikt um Atomprogramm : Sorgen über Eskalation mit Nordkorea

Chinas Präsident will Nordkorea-Konflikt friedlich beilegen

Dies sei ein "großer Schritt". Andernfalls würden die USA das Problem ohne China lösen. Kanzlerin Angela Merkel mahnte zu einer friedlichen Lösung.

US-Präsident Donald Trump hat vor einigen Tagen den Flugzeugträger USS Carl Vinson und mehrere Kriegsschiffe zur koreanischen Halbinsel geschickt.

"Wenn Pjöngjang einen verzweifelten Gegenschlag unternimmt, wird Washington in einem Dilemma gefangen", warnte das Blatt.

In Erwartung eines neuen nordkoreanischen Atomwaffentests prüfen die USA eine mögliche "militärische Optionen", sagte ein aussenpolitischer Berater des Weissen Hauses heute in Washington.

Am Mittwoch hatte der US-Auslandssender Voice of America unter Berufung auf US-Regierungsvertreter und andere Quellen berichtet, zum 105. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il-sung am Samstag könne ein nuklearer Sprengsatz gezündet werden. Schon Ende März berichtete das renommierte US-Korea-Institut der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität auf seiner Website "38 North" von Vorbereitungen auf dem Testgelände im Nordosten des Landes. Nach mehreren Raketentests von nordkoreanischer Seite haben die USA einen Flottenverband in Richtung der koreanischen Halbinsel entsandt. Der US-Marineverband soll dort voraussichtlich am Wochenende eintreffen.

Trump demonstriert derzeit militärische Stärke: Am Freitag vergangener Woche liess er einen syrischen Luftwaffenstützpunkt mit Marschflugkörpern angreifen.

Der US-Präsident forderte China erneut auf, den USA zu helfen, Druck auf Nordkorea auszuüben, sein Atom- und Raketenprogramm einzustellen.

Das Weiße Haus sprach nach dem Telefonat zwischen Trump und Xi von "sehr produktiven Gesprächen". Die USA erwägen laut eines US-Medienberichts sogar einen vorbeugenden Luftangriff - wenn Nordkorea einen Atomversuch startet. In einer Twitter-Kurznachricht schrieb der US-Präsident: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass China angemessen mit Nordkorea umgehen wird". Er fügte hinzu: "Wenn nicht, werden wir das Problem ohne sie lösen". Ob US-Präsident Donald Trump für eine Militäraktion auch die Zustimmung Südkoreas einholen würde, sei schwer zu sagen, weil er "mit vielen traditionellen Regeln bricht".

"Sobald Nordkorea sich an Chinas erklärten Rat hält und Atomaktivitäten aussetzt, wird China aktiv daran arbeiten, die Sicherheit einer atomwaffenfreien nordkoreanischen Nation und der Regierung zu schützten", hieß es in einem Leitartikel der unter staatlicher Schirmherrschaft erscheinenden "Global Times" am Donnerstag.

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