Mehr als 40 Christen sterben bei blutigen Anschlägen in Ägypten

Kopten werden immer wieder Opfer von Gewalt in Ägypten

Darüber hinaus werde ein Reihe von Maßnahmen ergriffen. Der IS drohte mit neuer Gewalt gegen Christen. Ein bestimmtes Land nannte der ägyptische Präsident nicht.

Nach der ägyptischen Verfassung muss das Parlament dem Ausnahmezustand noch zustimmen. Das war verbunden mit der Möglichkeit von Festnahmen ohne Haftbefehl und Hausdurchsuchungen ohne richterliche Anordnung sowie nächtlichen Ausgangssperren.

Wenn der Ausnahmezustand gilt, haben die Sicherheitskräfte erweiterte Befugnisse, um das Vorgehen gegen Extremisten zu vereinfachen. Georg in der Stadt Tanta im Nildelta besprechen, berichtete das staatliche ägyptische Fernsehen. Hinzu kommen etwa 300.000 Mitglieder der koptisch-evangelischen Kirche, 200.000 Katholiken, mehr als 100.000 Mitglieder von Pfingstgemeinden, Brüdergemeinden und anglikanischen Gemeinden sowie 40.000 Griechisch-Orthodoxe.

Kurze Zeit später explodierte eine weitere Bombe nahe der Kathedrale St.

Zum Zeitpunkt des Anschlags waren besonders viele Gläubige in der Kirche.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte die Anschläge auf Christen in Ägypten.

Die koptischen Christen in Ägypten sind seit Längerem im Visier islamistischer Gruppen. Der Attentäter war der staatlichen Zeitung "Al-Ahram" zufolge zuvor am Einlass in die St.

Die Bundesregierung und Kirchenvertreter verurteilen den Terror in Ägypten auf das Schärfste. Auch in Tanta dürfte die tödliche Explosion von einem Selbstmordattentäter verursacht worden sein. Das ägyptische Außenministerium sprach von einer widerwärtigen Tat gegen alle Ägypter. Der Islamische Staat bekennt, für die Anschläge verantwortlich zu sein. Selbstmordattentäter hatten Anschläge auf zwei koptische Kirchen im Norden des Landes verübt.

Der Anschlag in Tanta ist der schon zweite auf Ägyptens Kopten innerhalb von sechs Monaten. Die Terrormiliz Islamischer Staat hat die beiden Anschläge auf Kirchen am Palmsonntag für sich reklamiert, bei denen Dutzende Menschen starben.

"Die Streitkräfte und die Polizei werden alles Notwendige unternehmen, um den Bedrohungen entgegenzutreten, die vom Terrorismus und dessen Finanzierung ausgehen", erklärte die Regierung.

US-Präsident Donald Trump zeigte sich via Twitter zuversichtlich, dass Sisi richtig handeln werde. "Klar ist natürlich auch, dass die Terroristen jetzt die Gesellschaft Ägyptens spalten wollen". "Die Verantwortlichen für die Angriffe müssen zur Rechenschaft gezogen werden", erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Sonntag in Brüssel. Vizekanzler Reinhold Mittlerlehner betonte ebenfalls über den Kurznachrichtendienst, er sei in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien.

In Deutschland fanden Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) scharfe Worte. Er sei den Angehörigen der Opfer nahe und bete für eine Umkehr jener, die Terror, Gewalt und Tod säten, sagte der Papst beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz.

Ägyptens Präsident trat vor drei Jahren mit dem Versprechen an, all seine Bürger schützen zu. Der Gottesdienst soll gut besucht gewesen sein. Die Kopten sind die grösste christliche Glaubensgemeinschaft im Nahen Osten und machen etwa zehn Prozent der 90 Millionen Einwohner Ägyptens aus. Sie können ihre Religion weitgehend frei ausüben und leben größtenteils friedlich mit der muslimischen Bevölkerungsmehrheit zusammen.

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