Pyrotechnik-Zwischenfall bei Braunschweig-Training

Weil kritisiert Fußball Liga Verantwortung tragen. Ministerpräsident Stephan Weil

183 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Unterstützung gibt es auch aus anderen Bundesländern. Beide Teams kämpfen um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Durch einen Pyrotechnik-Vorfall beim Abschlusstraining des Tabellenweiten aus Braunschweig wurden die Sorgen um die Sicherheit noch einmal größer. Ein Feuerwerkskörper explodierte in der Nähe von Julius Biada, der das Training wenig später abbrechen musste. Befürchtete größere Ausschreitung blieben am Samstag aber zunächst aus.

Schon am Morgen hatten die Sicherheitskräfte verstärkt Präsenz in der Innenstadt gezeigt. Ein Hubschrauber kreiste über dem Areal des Stadions. "Aktuell geht es ihm besser", teilte sein Verein mit. Einen Marsch mit rund 800 Hannover-Anhängern aus dem Stadtteil Linden begleitete die Polizei mit einem Wasserwerfer. Die gesamte niedersächsische Bereitschaftspolizei steht für das Derby bereit.

"Die Deutsche Fußball Liga DFL hat sich leider über sehr ernsthafte Bedenken der niedersächsischen Sicherheitsbehörden hinweggesetzt", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil der Deutschen Presse-Agentur. "Mit ihrer Entscheidung hat die DFL auch eine gewisse Verantwortung übernommen, das sage ich sehr deutlich", sagte der SPD-Politiker Weil. Die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter setzte sich im Niedersachsen-Derby gegen Eintracht Braunschweig dank eines Tores von Niclas Füllkrug nach etwas mehr als einer halben Stunde 1:0 (1:0). Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund treten sportliche Überlegungen bei aller Brisanz im Niedersachsenduell am Samstag in den Hintergrund. Braunschweig ist Dritter (54 Punkte) und könnte noch von Union Berlin überholt werden.

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