Rund 90 IS-Kämpfer durch US-Bombe getötet

So sieht die zylindrische Russenbombe in der Vorderansicht aus

Kabul. Beim Einsatz der Superbombe GBU-43 durch US-Streitkräfte in Afghanistan sind nach Regierungsangaben in Kabul mindestens 36 IS-Kämpfer getötet worden.

Das afghanische Verteidigungsministerium teilte mit, es habe keine zivilen Opfer gegeben. Die Bombe habe einen 300 Meter langen Tunnel vernichtet, hieß es.

Die USA haben eine Bombe mit über acht Tonnen Sprengstoff und elf Tonnen TNT-Äquivalent in Afghanistan eingesetzt. Damit hat sich die Opferzahl fast verdreifacht – zunächst war von 36 getöteten Kämpfern die Rede gewesen. Bei damaligen Tests wurde festgestellt, dass der Explosionspilz noch in 32 Kilometer Entfernung zu sehen war. Das berichtete Adam Stump, ein Sprecher des Pentagon, in Washington. Er äußerte sich nicht konkret dazu, ob er den Einsatz persönlich genehmigt hatte.

Laut US-Verteidigungsministerium beurteilen die Streitkräfte derzeit den Schaden.

Der IS tauchte in Afghanistan erst 2015 auf und soll dort nie mehr als 3.000 Kämpfer gehabt haben.

Der Einsatz des gewaltigen Sprengkörpers könnte ein Indiz für die verzweifelte Lage der ausländischen Truppen in Afghanistan sein. Der IS dementierte über sein Sprachrohr Amaq, dass bei dem Angriff überhaupt Kämpfer der Terrormiliz getötet oder verletzt worden seien. Er forderte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ein weltweites Verbot dieser Waffen und warnte vor einer Eskalation des Krieges.

Die mit ihrer Hülle insgesamt 9500 Kilo schwere Bombe wird aus großer Höhe von einem Flugzeug abgeworfen.

Obwohl die IS-Miliz nach Angaben von Sicherheitsexperten ihre Verstecke in der Nähe der Häuser von Zivilisten angelegt hatte, gab es nach Behördenangaben bei dem US-Bombenabwurf keine zivilen Opfer.

Auf Fragen, ob der Einsatz der Bombe auch als Warnung an Nordkorea gedacht sei, antwortete Trump, dies mache keinen Unterschied.

Die USA hatten die sogenannte "Mutter aller Bomben" nach eigenen Angaben am Donnerstag im Osten Afghanistans abgeworfen. Es ist auch egal, ob es das tut oder nicht. Sie gilt wegen ihrer schieren Grösse und der enormen Druckwelle vor allem als Mittel der psychologischen Kriegsführung. "Das Problem wird gelöst werden". Lange Zeit war die Terrormiliz nur in den beiden östlichen Provinzen Nangarhar und Kunar präsent. "Dies ist die richtige Munition, um diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen und das Momentum unserer Offensive gegen den IS zu erhalten", so der Kommandeur der US-Truppen in Afghanistan, General John Nicholson.

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