ÜBERSICHT: Türkische Opposition will Ergebnis von Referendum anfechten

Viele Türken können sich über den Sieg von Reccep Tayyip Erdogan beim Türkei-Referendum nicht freuen

Die grösste Oppositionspartei CHP hatte nach dem knappen Ja der Türken beim Referendum über mehr Macht für den Staatschef die erst in letzter Minute getroffene Entscheidung der Behörde scharf kritisiert. Man werde Beschwerde gegen das Ergebnis von zwei Dritteln der Wahlurnen einlegen, twitterte die HDP. Es gebe Hinweise auf eine "Manipulation der Abstimmung in Höhe von drei bis vier Prozentpunkte". Sie forderte eine Neuauszählung von bis zu 60 Prozent der Stimmen.

Zahlreiche Wähler hatten sich beschwert, dass ihnen Stimmzettel und Umschläge ohne den offiziellen Stempel ausgeteilt worden seien.

Tezcan rief die Wahlkommission auf, "umgehend diesen Fehler zu berichtigen" und Maßnahmen zu treffen, um den Ablauf der Abstimmung im Rahmen des Rechts zu garantieren. Auch der Abgeordnete der größten Oppositionspartei CHP, Sezgin Tanrikulu, kündigte Einspruch an. In dem Referendum hatten sich 51,4 Prozent für die Einführung eines Präsidialsystems ausgesprochen. Ministerpräsident Binali Yildirim und Präsident Erdogan wollten sich am Abend in verschiedenen Vierteln Istanbuls an ihre Anhänger wenden.

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