US-Angriff auf IS - "Mutter aller Bomben" über Afghanistan abgeworfen

Rauch steigt im Achin Distrikt in Afghanistan an der Stelle eines US-Bombenangriffs in die Luft

Beim Einsatz der Superbombe GBU-43 durch US-Streitkräfte in Afghanistan sind nach Regierungsangaben in Kabul mindestens 36 IS-Mitglieder getötet worden. Es habe keine zivilen Opfer gegeben, teilte das afghanische Verteidigungsministerium mit. Zuvor hatte die Regierung in Kabul berichtet, dass bei dem Angriff eine wichtige IS-Kommandozentrale völlig zerstört worden sei; die Bombe habe einen 300 Meter langen Tunnel vernichtet. General John Nicholson, der die verbliebenen rund 10 000 ausländischen Soldaten am Hindukusch befehligt, rechtfertigte die Bombe mit einem indirekten Eingeständnis von Hilflosigkeit: "Der IS-K benutzt Sprengfallen, Bunker und Tunnel, um seine Verteidigung zu stärken". Die verwendete Bombe mit mehr als 8000 Kilo Sprengstoff gilt als größter konventioneller Sprengkörper der US-Streitkräfte.

Beim Abwurf der "MOAB" ("Mutter aller Bomben") wurden 36 "ISIS"-Kämpfer getötet". Selbst sieben Kilometer von der Abwurfstelle entfernt sei noch Glas zerborsten.

Das Pentagon in Washington hatte den Einsatz der Bombe am Donnerstag bestätigt. Ob er den Einsatz persönlich genehmigt hatte, bestätigte er nicht.

Laut US-Verteidigungsministerium beurteilen die Streitkräfte derzeit den Schaden. Afghanische und US-Truppen inspizierten den Abwurfort. Der IS dementierte über sein Sprachrohr Amaq, dass bei dem Angriff überhaupt Kämpfer der Terrormiliz getötet oder verletzt worden seien. Sein Land werde als Testgebiet für neue Waffen missbraucht, schrieb er auf Twitter. Sie war nach ihrer Entwicklung 2003 nach US-Medienberichten noch nie bei tatsächlichen Kampfhandlungen eingesetzt worden. Lange Zeit war die Terrormiliz nur in den beiden östlichen Provinzen Nangarhar und Kunar präsent.

Auf Fragen, ob der Einsatz der Bombe auch als Warnung an Nordkorea gedacht sei, antwortete Trump, dies mache keinen Unterschied.

Obwohl die IS-Miliz nach Angaben von Sicherheitsexperten ihre Verstecke in der Nähe der Häuser von Zivilisten angelegt hatte, gab es nach Behördenangaben bei dem US-Bombenabwurf keine zivilen Opfer. Es ist auch egal, ob es das tut oder nicht.

Bis 2007 war die sie die grösste ihrer Art, dann testete Russland eine Aerosol-Bombe mit einer Explosionskraft von 44 Tonnen TNT-Äquivalent - die "Aviation Thermobaric Bomb of Increased Power" (ATBIP), oder auch "Vater aller Bomben" genannt. "Das Problem wird gelöst werden". Ihre militärische Bedeutung ist umstritten, sie gilt wegen ihrer schieren Grösse und der enormen Druckwelle vor allem als Mittel der psychologischen Kriegsführung.

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