Wirtschaft | ROUNDUP 2: Trump sieht Fortschritte in Beziehungen zwischen USA

Wirtschaft | ROUNDUP 2: Trump sieht Fortschritte in Beziehungen zwischen USA

Dass das Gipfeltreffen mit Donald Trump schließlich auch noch von den aktuellen Ereignissen in Syrien völlig überschattet worden ist, dürfte auch nicht dazu beigetragen haben, dass sich Xis Laune aufhellt.

Immerhin bekam Außenminister Rex Tillerson für seine Reise in die Region von vielen Seiten gute Noten.

Der US-Präsident Donald Trump und die First Lady Melania Trump begrüßten am 6. April Präsident Xi Jinping und dessen Frau Peng Liyuan im Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach in Florida.

Bei den Gesprächen mit Xi in seinem Luxusdomizil Mar-a-Lago schlug Trump einen ganz anderen Ton an.

Nach Angaben des Weißen Hauses wird Trump gegen Mittag (14.30 Uhr Ortszeit; 20.30 Uhr MESZ) in Florida erwartet.

Dieses "rücksichtlose Vorgehen" bringe die koreanische Halbinsel "an den Rand eines Krieges", sagte ein Ministeriumssprecher der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Eine gemeinsame Pressekonferenz der beiden Staatschefs am Freitag war zunächst nicht geplant. Auch möglich, dass die Angriffe Trump dazu dienten, in den Gesprächen mit Xi Jinping seine Drohungen bezüglich Nordkorea glaubhaft zu machen. Machthaber Kim Jong Un hatte am Vortag erneut eine ballistische Rakete in Richtung offenes Meer feuern lassen und damit wieder gegen UN-Resolutionen verstoßen. Das Geschoss sei aber nach nur etwa 60 Kilometer ins Meer gestürzt.

Allerdings ist es für Beobachter in Washington kein Zufall, dass der US-Militärschlag in Syrien während des Xi-Besuchs stattfand: "Natürlich war China nicht der Hauptgrund für die Attacke". Das sorgte für Verstimmungen, die der US-Präsident nun wohl in einer Charme-Offensive zu kitten versuchte. Aber zuerst zu den Spannungen mit Nordkorea wegen dessen Atom- und Raketenprogramm. Das nordkoreanische Außenministerium kritisierte am Montag Trumps Äußerungen sowie ein laufendes Militärmanöver der USA mit Südkorea und Japan. China könne "Teil einer neuen Strategie" sein, um das nordkoreanische Atomprogramm zu bremsen. Trump bekräftigte in einem Telefonat mit Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe, dass "alle Optionen auf dem Tisch liegen", wie Abes Büro am Donnerstag in Tokio berichtete.

Bush, der im amerikanischen Außen- und Verteidigungsministerium gearbeitet hat, unterstreicht gegenüber der DW die Bedeutung der persönlichen Chemie zwischen den zwei Präsidenten.

Die USA wollen, dass China mehr Druck auf Nordkorea ausübt. Im Wahlkampf bezichtigte er China sogar, sein Land ökonomisch zu "vergewaltigen", und drohte einen Strafzoll von 45 Prozent auf chinesische Waren an.

"Wir haben eine Freundschaft entwickelt", sagte Trump nach den ersten Unterredungen. Xi sagte, er glaube, dass es im Laufe der Zeit gelingen könne, die Beziehungen zwischen China und den USA auszubauen - um für beide Länder und ihre Menschen Wohlstand zu schaffen und globalen Frieden und Stabilität zu wahren.

Als wichtigster Handelspartner Nordkoreas trägt China zwar alle UN-Sanktionen mit, es befürchtet aber eine militärische Eskalation oder einen Kollaps des Nachbarn.

Trump nahm die Einladung mit Freude an und sagte, er wolle die Reise bald unternehmen. Differenzen mit den USA sollten im Dialog geklärt werden.

Das Thema China hat vor allem mit Blick auf Ungleichgewichte in der Handelsbilanz Trumps Präsidentschaftswahlkampf mitgeprägt.

Die Militäraktion lässt Xi neben dem Präsidenten der Supermacht USA, die jederzeit und überall in der Welt militärisch zuschlagen kann, wenig ebenbürtig aussehen. Die USA werfen China vor, mit unlauteren Mitteln einen unberechtigten Überschuss im bilateralen Handel zu erzielen.

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