Afghanische Behörden: US-Bombe tötete mindestens 94 Islamisten

Afghanische Behörden: US-Bombe tötete mindestens 94 Islamisten

Beim Einsatz der riesigen Bombe des Typs GBU-43 durch US-Streitkräfte in Afghanistan wurden nach Regierungsangaben in Kabul 36 IS-Kämpfer getötet. Über die Auswirkungen der Bombe mit einer Sprengkraft von elf Tonnen TNT war zunächst nichts bekannt gewesen. Ziel: eine wichtige Kommandozentrale der Terrormiliz "ISIS" im Osten Afghanistans im Distrikt Achin in der Provinz Nangarhar an der Grenze zu Pakistan.

Wenn dabei die Regeln des Humanitären Völkerrechts eingehalten würden, könne ein Angriff auch mit einer sehr schweren Bombe erfolgen, erklärte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Das afghanische Verteidigungsministerium meldete später, dass 36 IS-Terroristen bei dem Angriff getötet wurden. "Um diese Gruppierung zu zerstören, müssen wir ihr den Einsatzspielraum nehmen, was wir damit getan haben", so Sean Spicer.

Die militärische Bedeutung der Superbombe MOAB ist umstritten, sie gilt wegen ihrer schieren Größe und der enormen Druckwelle vor allem als Mittel der psychologischen Kriegsführung.

Auf Fragen, ob der Einsatz der Bombe auch als Warnung an Nordkorea gedacht sei, antwortete Trump, dies mache keinen Unterschied. Danach sei eine gewaltige pilzförmige Wolke bis in 32 Kilometer Entfernung zu sehen gewesen.

Bis 2007 war die sie die grösste ihrer Art, dann testete Russland eine Aerosol-Bombe mit einer Explosionskraft von 44 Tonnen TNT-Äquivalent - die "Aviation Thermobaric Bomb of Increased Power" (ATBIP), oder auch "Vater aller Bomben" genannt. Es ist auch egal, ob es das tut oder nicht. Sein Land werde als Testgebiet für neue Waffen missbraucht, schrieb er auf Twitter. Afghanistans Streitkräften im Verbund mit den USA gelang es bislang nicht, die Hauptstadt Kabul vor dem IS zu schützen. Die Bombe habe einen 300 Meter langen Tunnel vernichtet.

Afghanische Truppen hatten vor dem Bombenabwurf noch verbliebene Anwohner weggebracht.

Der IS war in Afghanistan erst 2015 aufgetaucht und soll dort nie mehr als 3000 Kämpfer gehabt haben. Es habe keine zivilen Opfer gegeben.

Das teilte die Regionalregierung der Provinz Nangarhar mit. "Das Problem wird gelöst werden". Der Kommandant der US-Truppen in Afghanistan, General John Nicholson, begründete den Einsatz der Mega-Bombe damit, dass die Jihadisten als Reaktion auf ihre zunehmenden Verluste zuletzt ihre Verteidigungsstellungen mit Sprengsätzen, Bunkern und Tunneln ausgebaut hätten.

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