Breitenreiter und Heldt für friedliches Niedersachsenderby

Begnadete Endspurter Eintracht Braunschweig um Ken Reichel glänzt oft in der Schlussphase

Vor dem brisanten Niedersachsen-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig hat die Polizei mehr als 200 Braunschweiger Anhänger festgesetzt. Trotz aller zusätzlichen sportlichen Brisanz in diesem Jahr geben sich die Verantwortlichen betont sachlich. Rund 1500 gewaltbereite Fans werden demnach erwartet. "Es wird kein Endspiel, danach sind noch genügend Punkte zu vergeben", sagte der 96-Coach vor dem Auftritt des Zweitliga-Zweiten Braunschweig beim Dritten Hannover am Samstag (13.00 Uhr). Durch das verdiente 1:0 (1:0) im hochbrisanten Nachbarschaftsduell eroberte das Team von Trainer André Breitenreiter am 29. Spieltag zumindest vorerst die Tabellenführung in Liga zwei.

Im Spiel der beiden Aufstiegskandidaten gewann Hannover mit 1:0 (1:0) und bleibt bis mindestens Montag Tabellenführer. "Das Derby sollte so gelebt werden, wie es sich gehört", sagte Heldt: "Das heißt, die eigene Mannschaft anzufeuern und sich nicht so sehr mit dem Gegner zu beschäftigen". "Wir versuchen, dem Ganzen gerecht zu werden".

Bereits viele Stunden vor Spielbeginn hatten Fans sich auf den Weg zum Stadion gemacht. Braunschweig liegt in der Tabelle als Zweiter auf einem direkten Aufstiegsplatz einen Zähler vor dem Rivalen aus Hannover.

Unterdessen wurde auch die Debatte um die Ansetzung des Derbys noch einmal aufgewärmt. Dass am Oster-Wochenende - mitten in der Ferienzeit und mit etlichen anderen Veranstaltungen - ausgerechnet die ohnehin schon brisanten Derbys Hannover gegen Braunschweig am Samstag und Werder Bremen gegen den Hamburger SV am Sonntag stattfinden, wirkt im Nachhinein nun noch unglücklicher als ohnehin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen wies ebenfalls erneut auf den aus ihrer Sicht unglücklichen Termin am Osterwochenende hin. Die gesamte niedersächsische Bereitschaftspolizei ist im Einsatz.

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