Dax fällt auf 12 000 Punkte

Gebremst wird die Kauflaune der Anleger von politischen Unwägbarkeiten wie der Nordkorea-Krise, der französischen Präsidentschaftswahl am kommenden Wochenende und dem Verfassungsreferendum in der Türkei. Nachdem der Leitindex am Nachmittag kurz unter die Marke von 12 000 Punkten gerutscht war, hielten ihn die im Anschluss veröffentlichten und überraschend guten Eckdaten von VW noch darüber. Die Ankündigung der britischen Premierministerin Theresa May, am 8. Juni wegen des Brexits neu wählen zu lassen, bewegte dagegen kaum. Der Technologie-Index TecDax gewann 0,36 Prozent auf 2030,02 Punkte.

Aus Branchensicht waren Stahlwerte mit am wenigsten gefragt. Sie litten unter fallenden Preisen für Industrie-Rohstoffe wie Eisenerz, die gemeinhin an die Stahlpreise gekoppelt sind. So gehörten die Papiere von Thyssenkrupp und Salzgitter mit Verlusten von jeweils mehr als 2 Prozent zu den schwächsten Aktien in Dax und MDax. Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank sackten ebenfalls um über 2 Prozent ab. Damit setzten sie ihre Kursschwäche der vergangenen Wochen fort.

Auch Bankentitel wurden überdurchschnittlich stark abgegeben. Dagegen übertraf die Bank of America mit ihrem Quartalsgewinn die durchschnittliche Analystenschätzung.

Die Anteile von Uniper stachen mit plus 1,29 Prozent an der MDax-Spitze heraus. Händler verwiesen auf eine Kaufempfehlung. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,35 Prozent nach oben. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 142,91 Punkte. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,0630 (Mittwoch: 1,0605) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9362 (0,9407) Euro.

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